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| Nachricht vom 01.06.2026 |
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| Region |
| Bracken Open Air feiert zwei Tage zwischen Regen, Sonne und Gemeinschaft |
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| Das Bracken Open Air ist in diesem Jahr erstmals über zwei Tage gegangen - und zeigte dabei, wie viel ehrenamtlicher Einsatz, Zusammenhalt und Festivalgefühl in Ratzert-Brubbach stecken. Nach einem wetterbedingt turbulenten Auftakt am Freitag wurde der Samstag bei Sonnenschein zum gut besuchten Festivaltag für Familien, Musikfans und viele Menschen aus der Region. |
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Ratzert-Brubbach. Aus einer freien Wiese wurde innerhalb weniger Tage wieder ein Festivalgelände: Schon vor dem offiziellen Start liefen die Vorbereitungen auf dem Sportplatz in Ratzert-Brubbach auf Hochtouren. Seit Dienstag, 26. Mai, wurde aufgebaut, organisiert und eingerichtet. Unterstützung kam unter anderem vom VVV Steimel, vom Verein des WAKE UP Festivals, der Jugendhilfe Puderbach, der Ortsgemeinde Ratzert-Brubbach, dem Heimatverein Ratzert und Familie Breuer aus Brubbach, die persönliches Festival-Equipment zur Verfügung stellte.
Offiziell eröffnet wurde das dritte Bracken Open Air am Freitag, 29. Mai, um 17 Uhr. Zum Auftakt richteten Verbandsbürgermeister Sven Schür und Ortsbürgermeister Gerd Schumacher einige Begrüßungsworte an die Besucher. Beide würdigten das ehrenamtliche Engagement des Festivalteams und betonten die Bedeutung solcher Veranstaltungen für Kultur und Gemeinschaft im ländlichen Raum.
Bracken-Song, Bullenreiten und Gewitter
Direkt zu Beginn wurde der eigens geschriebene "Bracken-Song" vorgestellt, den der erste Vorsitzende Martin Reichstein komponiert hatte. Viele Besucher sangen bereits beim ersten Mal mit. Der Refrain sorgte sofort für Festivalstimmung: "Am Wambach liegt ein kleiner Ort, wer hier mal war will nie mehr fort. Es schallt Musik die ganze Nacht, wir rocken bis der Tag erwacht. Und abschließend da bleibt zu sagen, weiter trinken keine Fragen. Ein Hoch auf Bracken - Kopp in'n Nacken."
Im Anschluss startete das erstmals veranstaltete Bullenreiten-Turnier im Gruppenwettbewerb, bevor zu später Stunde ein kräftiges Unwetter über das Festivalgelände zog. Das Organisationsteam reagierte schnell: Der Bulle wurde rechtzeitig abgebaut und trocken gesichert, außerdem wurden kostenlose Regenponchos verteilt. Viele Besucher nutzten die Unterstellmöglichkeiten und ließen sich die Stimmung trotz Gewitter und Regen nicht nehmen. Musikalisch sorgte die Westerwälder Band "Alles auf Zucker" mit ihrem "feinsten Schweinerock" für Stimmung. Auch die russischen Spezialitätenstände wurden gut angenommen. Trotz des Wetters konnte das Programm vollständig durchgeführt werden. Mehr als 100 Besucher waren am Freitag vor Ort.
Sonne, Familienprogramm und volles Gelände
Nach dem wechselhaften Auftakt wurde der Samstag, 30. Mai, für Veranstalter und Besucher zur Belohnung. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen füllte sich das Festivalgelände bereits ab den Mittagsstunden. Nach ersten Schätzungen waren am Samstag deutlich über 400 Menschen auf dem Gelände unterwegs. Da Besucher zwischen 12 und 16 Uhr freien Eintritt hatten, konnten nicht alle genau erfasst werden.
Besonders viele Familien mit Kindern nutzten das Rahmenprogramm mit Kinderdisco, Hüpfburg, Märchenfee, Bracken-Clown, Riesenseifenblasen, Kinderschminken und weiteren Mitmachaktionen. Auch musikalisch bot der Samstag ein vielfältiges Programm mit mehreren Bands und unterschiedlichen Musikrichtungen. Die Stimmung auf und vor der Bühne wurde von vielen Besuchern als familiär und herzlich beschrieben. Besonders die naturnahe Lage, die Aussicht und das offene Miteinander prägten die Atmosphäre des Festivals.
"Ein wunderschönes Festival"
Die Veranstalter zeigten sich am Samstagabend bewegt von der Resonanz. Martin Reichstein, 1. Vorsitzender des Kulturvereins Bracken e.V., sagte: "Ich bin hellauf begeistert, sprachlos und einfach nur dankbar über dieses wunderbare Zusammenkommen von Menschen aller Altersklassen, Herkünfte und Religionszugehörigkeiten. Es ist einfach schön zu sehen, wie hier zwei Tage lang gemeinsam gefeiert, gelacht und das Leben genossen wird."
Auch Lukas von der Band "Smokin’ Parrots" lobte das Festival: "Das ist ein wunderschönes Festival. Es ist super wichtig, dass es Leute gibt, die Bock darauf haben und so etwas auf die Beine stellen. Große kommerzielle Festivals gibt es mehr als genug - genau solche familiären Veranstaltungen machen am Ende den Unterschied."
Bis tief in die Nacht wurde gefeiert und getanzt. Gegen 2 Uhr morgens verließen schließlich die letzten Besucher das Gelände. Für einen außergewöhnlichen Moment sorgte außerdem ein Treffen ehemaliger Ratzert-Brubbacher und früherer Bewohner der Region: Mehrere Menschen im Alter um die 60 Jahre nutzten das Bracken Open Air bewusst für ein Wiedersehen nach vielen Jahren - an genau dem Ort, an dem sie sich bereits in ihrer Jugend regelmäßig getroffen hatten.
Rückblickend gab es in diesem Jahr ein Bracken Open Air, welches 2026 erstmals zwei Tage füllte und dabei ganz unterschiedliche Seiten zeigte: viel Einsatz beim Aufbau, Regen und Zusammenhalt am Freitag, Sonne und ein volles Festivalgelände am Samstag. Geprägt war das Wochenende von Musik, Familienprogramm, ehrenamtlicher Arbeit und einer Atmosphäre, die den familiären Charakter des Festivals weiter sichtbar machte. |
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