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Pressemitteilung vom 30.05.2026
Region
Generalsanierung der rechten Rheinstrecke: Bahn plant Kapazitätserweiterungen bis 2027
Die Deutsche Bahn hat neue Details zur umfassenden Sanierung der rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden bekanntgegeben. Die Maßnahmen sollen die Leistungsfähigkeit der Strecke erheblich steigern und werden länger dauern als ursprünglich geplant.
Symbolbild. (Quelle: Pixabay)Region. Die DB InfraGO AG hat mitgeteilt, dass die laufende Generalsanierung der rechten Rheinstrecke über das ursprünglich kommunizierte Ende 2026 hinausgehen wird. Ziel ist eine deutliche Leistungssteigerung der Strecke durch den Einsatz moderner Leit- und Sicherheitstechnik. So sollen knapp 200 zusätzliche Blocksignale installiert werden, um eine flexiblere und dichtere Betriebsführung zu ermöglichen. Besonders für ETCS-ausgerüstete Züge wird dies von Vorteil sein.

Bereits jetzt ist der Abschnitt zwischen Oberlahnstein und Kaub mit dem European Train Control System (ETCS) Level 2 ausgestattet. Für die gesamte Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden ist die vollständige Ausrüstung mit ETCS-Level 2 bis Ende 2027 vorgesehen. Dies bedeutet eine schrittweise Einführung der digitalen Zugsteuerung und -sicherung auf der gesamten Strecke.

Fertigstellung bis Juli 2027
Auch im Bereich der Stellwerkstechnik sind umfangreiche Modernisierungen geplant. Veraltete Stellwerke werden durch moderne elektronische Systeme ersetzt. Aufgrund des hohen Gesamtumfangs der Arbeiten an Gleisen, Weichen, Brücken und Verkehrsstationen werden jedoch nicht alle Maßnahmen bis Dezember 2026 abgeschlossen sein. Einzelne Inbetriebnahmen verschieben sich bis in den Juli 2027.

Die Deutsche Bahn betont, dass aus Sicherheitsgründen nicht alle Detailinformationen zu den Stellwerksstandorten veröffentlicht werden. Für die Bürgerinitiative im Mittelrheintal werfen diese Entwicklungen Fragen zur zukünftigen Belastungssituation entlang der Strecke auf. Die technische Aufrüstung führt zu einer erheblichen Steigerung der Leistungsfähigkeit der Strecke, was auch das Potenzial für dichtere Zugfolgen erhöht.

Kein Entlastungskonzept
Die Initiative fordert ein übergeordnetes Gesamtkonzept zur Entlastung des Mittelrheintals. Während die Infrastruktur technisch auf den neuesten Stand gebracht wird, fehlt weiterhin eine Perspektive für eine nachhaltige Reduzierung der Belastungen für die Anwohner. Neben Bund und Deutscher Bahn sieht die Initiative auch die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen in der Verantwortung, sich stärker für ein nachhaltiges Entlastungskonzept einzusetzen. (PM/Red)
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