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| Pressemitteilung vom 22.05.2026 |
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| Region |
| Neue Chancen für Kinder in Neuwied: Familiengrundschulzentren starten |
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| In Neuwied wird ein bedeutendes Bildungsprojekt umgesetzt, das die Zukunft vieler Kinder positiv beeinflussen soll. Stephan Amstad übernimmt als neuer Gesamtkoordinator eine zentrale Rolle in diesem Vorhaben. Was genau hinter den Familiengrundschulzentren steckt und welche Ziele verfolgt werden, erfahren Sie im Folgenden. |
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Neuwied. Stephan Amstad, langjähriger Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Neuwied, ist zum kommunalen Gesamtkoordinator der neuen Familiengrundschulzentren ernannt worden. Seine Erfahrungen haben ihm gezeigt, dass faire Bildungschancen alles andere als selbstverständlich sind. "Bildung und Teilhabe entscheiden in erheblichem Maße über die Zukunftschancen der Kinder in unserer Stadt", erklärt Amstad. Deswegen setzt sich die Stadt Neuwied mit der Einrichtung von drei Familiengrundschulzentren – an der Marienschule, der Sonnenlandschule und der Geschwister-Scholl-Schule – dafür ein, allen Kindern gerechte Bildungschancen zu bieten.
20 Jahre Erfahrung in der Neuwieder Kinder- und Jugendförderung
Seit zwei Jahrzehnten arbeitet Amstad im Stadtjugendamt, insbesondere in den Stadtteilen Innenstadt und Heddesdorf. Während der Corona-Pandemie wurde deutlich, dass das bestehende System Herausforderungen hatte, was ihn dazu veranlasste, neue Strukturen aufzubauen. Ein Netzwerk aus Kooperationspartnern entstand, das zahlreiche niederschwellige Bildungsangebote entwickelte. Daraus resultierte der "Neuwieder Weg", ein Förderprogramm, das auf die Bedürfnisse von Kindern und Familien zugeschnitten ist. Dieses Programm basiert auf dem Bundesförderprogramm "Zukunftspaket", das jedoch befristet war. In Zusammenarbeit mit den Neuwieder Grundschulen, die nun FGZ-Schulen sind, wurden wichtige Grundlagen gelegt.
Was steckt hinter den Familiengrundschulzentren?
Mit Unterstützung des Startchancenprogramms des Bundes und des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz konnten in der Neuwieder Innenstadt und in Heddesdorf drei Familiengrundschulzentren aufgebaut werden. Diese Zentren sollen multiprofessionelle Orte innerhalb der Schulen sein, die die Chancen aller Kinder verbessern, insbesondere derjenigen mit benachteiligten Startbedingungen. Neben Bildungsangeboten wie Hausaufgabenhilfen sind auch Beratungs- und Orientierungsangebote sowie soziokulturelle Projekte vorgesehen. Kooperationen mit Vereinen und lokalen Institutionen sollen die Schulen zu zentralen Knotenpunkten im Sozialraum machen.
Amstad, der den Entwicklungsprozess der Familiengrundschulzentren von Anfang an begleitet hat, sieht seine neue Rolle als spannende Herausforderung. "Das ist eine sehr spannende Perspektivenerweiterung, wenn man sieht, welche Unterstützungsformate seitens des Landes bereits aufgebaut wurden und wie andere Kommunen das Programm umsetzen", sagt er. Gleichzeitig schätzt er das Engagement in Neuwied: "Es ist wirklich toll, in einer Stadt zu arbeiten, in der ein breites Verständnis dafür vorhanden ist, dass wir diese zusätzlichen Bildungs- und Förderungsangebote brauchen." (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 22.05.2026 |
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