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Pressemitteilung vom 21.05.2026
Region
Drei Leichtathletik-Höhepunkte mit starken Leistungen in der Region
Drei große Leichtathletik-Veranstaltungen haben in Koblenz und Neuwied zahlreiche starke Leistungen hervorgebracht. Neben Normen für deutsche Meisterschaften, Team-Erfolgen und Bestleistungen sorgten auch mehrere Einzelsiege und nationale Titel für Aufmerksamkeit.
Das weibliche U20-Team der LG Rhein-Wied belegt dank der in Koblenz gezeigten guten Leistungen aktuell Platz vier im nationalen Ranking. (Foto: LG Rhein-Wied)Koblenz. Das Koblenzer Stadion Oberwerth und das Neuwieder Rhein-Wied-Stadion waren kürzlich mit dem Lotto Deichmeeting, dem Mini Internationalen und dem Qualifikationswettkampf zur Team-DM Jugend gleich Schauplätze von drei Großveranstaltungen. Damit rückte die Leichtathletik in der Region über das Christi-Himmelfahrt-Wochenende besonders in den Fokus. Bei allen drei Terminen zeigten Athleten der LG Rhein-Wied in stark besetzten Feldern zahlreiche bemerkenswerte Leistungen.

Normen und starke Sprints
Beim Deichmeeting gingen nicht nur Weltklasse-Mehrkämpfer an den Start. Auch viele Athleten aus der Region nutzten das Rahmenprogramm, um in hochklassigen Teilnehmerfeldern Normen anzugreifen. Die Bedingungen auf der Bahn erwiesen sich als vielversprechend. Jessica Roos nutzte das über 100 Meter eindrucksvoll. In der ersten Serie lief sie mit 11,55 Sekunden zur A-Norm für die deutsche Meisterschaft. Auch in der zweiten Serie war sie mit 11,78 Sekunden die Schnellste. Nach ihrem starken Jahr 2025 gelang ihr damit der schnellste Saisoneinstieg ihrer Karriere. In der deutschen Jahresbestenliste belegt sie aktuell Rang fünf.

Auch Pascal Kirstges war bei den Männern über 100 Meter zweimal der Schnellste. Er gewann in 10,81 und 10,78 Sekunden. Erfolgreich präsentierten sich außerdem die Staffeln. Lennert Kolberg, Eric Kreuter, Pascal Kirstges und Julian Würfel erfüllten in 42,05 Sekunden die B-Norm für die deutsche Meisterschaft. Lina Schmidt, Kira Roscher, Jessica Roos und Leonie Kupser schafften in 45,86 Sekunden die A-Norm. Lina Schmidt war als Startläuferin auch Teil der erfolgreichen weiblichen U18-Staffel.

DM Tickets und neue Bestleistungen
Zusammen mit Svea Weber, Lotta Meuter und Dina Pickert brachte Schmidt den Staffelstab nach 49,68 Sekunden ins Ziel. Damit ist auch für dieses Quartett das Ticket für die deutsche Meisterschaft sicher. In den technischen Disziplinen schrieb die LG Rhein-Wied einen Stabhochsprung-Wettbewerb aus, der für Noah Seibel besonders erfolgreich verlief. Mit persönlicher Bestleistung von 4,63 Metern erreichte er die Norm für die U18- und die U20-DM.

Darüber hinaus rückte für ihn noch ein weiteres Ziel in den Bereich des Möglichen. Die Mindestanforderung für die Europameisterschaft liegt bei 4,70 Metern. Im bundesweiten Vergleich befindet sich Seibel derzeit auf Platz 7. Bereits diese Zahlen zeigen, dass seine Entwicklung in dieser Saison weit über die Region hinaus Beachtung findet.

Vier Siege bei der Team-DM Qualifikation
Am Christi-Himmelfahrt stand auf dem Oberwerth der Qualifikationswettkampf für die Jugend-Team-DM im Zeichen des Teamgedankens. Die LG Rhein-Wied stellte ein breites Aufgebot an Talenten und erreichte am Ende des Tages vier erste Plätze. Die männliche U20 kam auf 13.457 Punkte, die weibliche U20 auf 12.546 Punkte, die männliche U16 auf 8501 Punkte und die weibliche U14 in Gruppe 2 auf 2593 Punkte.

Die Punktzahlen zeigen jedoch nur einen Teil des Bildes. Die männliche U20 erzielte zwar so viele Zähler wie nie zuvor, liegt in der Gesamtrangliste aller Mannschaften aber nur auf Position neun. Damit wäre für die DM-Teilnahme mindestens ein Rückzieher einer besser platzierten Mannschaft nötig. Gleichzeitig kann sich die Reihenfolge im verbleibenden Qualifikationszeitraum noch verschieben. Für die Rhein-Wieder wäre in Bestbesetzung sogar noch mehr möglich gewesen, denn mehrere wichtige Punktesammler mussten absagen.

Die weibliche U20 darf dagegen mit einer Teilnahme an der DM rechnen. Sie rangiert deutschlandweit aktuell auf einem starken vierten Platz. Die männliche U16 hatte unter anderem den Nachteil, dass sie über 800 und 3000 Meter jeweils nur einen Starter stellen konnte. Dadurch gingen viele Punkte verloren. Die weibliche U16 ist in der Breite gut aufgestellt, auch wenn einzelne Ausreißer nach oben derzeit noch fehlen.

Großes Potenzial im Nachwuchs
Beim Nachwuchs der männlichen U14 gibt es klare Hinweise auf eine positive Entwicklung. Die Mannschaft belegte mit einer Rhein-Wieder-Allzeit-Bestleistung von 6149 Punkten in dieser Altersklasse Rang zwei hinter dem starken TSV Schott Mainz mit 6345 Punkten. Hinzu kommt weiteres Potenzial, weil einige Athleten bereits an die U16 abgegeben wurden.

Die herausragenden Einzelleistungen kamen erneut aus der U20. Noah Seibel schaffte im Stabhochsprung mit 4,50 Metern auch hier die U18-DM-Norm. Auf der Bahn sicherten sich mehrere Athleten ihr Startrecht für die deutsche U20-Meisterschaft. Isabella Chetik lief die 100 Meter in 12,28 Sekunden, Lina Schmidt in 12,38 Sekunden und Lotta Götz die 400 Meter in 56,83 Sekunden. Die weibliche 4x100-Meter-Staffel mit Celina Medinger, Lina Schmidt, Lotta Meuter und Isabella Chetik erreichte 47,64 Sekunden. Celina Medinger erfüllte über 100 Meter Hürden in 14,15 Sekunden ebenfalls die Norm.

Weitere Erfolge in Neuwied, Duisburg und Borken
Schmidt schaffte das als U18-Starterin folgerichtig auch in ihrer eigenen Altersklasse. Götz und die Sprintstaffel dürfen zudem auch in der U23 antreten. Schon am Vorabend gelang es der LG Rhein-Wied im Rahmen des Mini Internationalen und im Rahmenprogramm des Qualifikationswettkampfs, zwei Klassensiege zu holen. Nils Clemens gewann über 3000 Meter in 11:10,14 Minuten. Kristin Hammen siegte über 300 Meter Hürden in 59,01 Sekunden. Finley Stricker erfüllte über 400 Meter Hürden mit 57,36 Sekunden die Norm für die U18-DM.

Zu nationalen Titelehren kam Leonie Kupser bei der deutschen Hochschul-Meisterschaft in Duisburg. Über 200 Meter gewann sie in 24,60 Sekunden souverän und erfüllte damit die Norm für die U23 DM. Über 100 Meter verpasste sie eine weitere Medaille denkbar knapp. Nach Zielfotoauswertung fehlten ihr im Rennen um Platz drei nur zwei Tausendstelsekunden zu Bronze. Ihre Zeit betrug 12,11 Sekunden.

Auch Aglaia Stieber setzte einen wichtigen Akzent. Beim Sprung- und Diskus-Abendsportfest in Borken übertraf die U18-Athletin mit dem Ein-Kilo-Diskus erstmals in einem Wettkampf die 30-Meter-Marke. Mit ihrem letzten Versuch kam sie auf 30,53 Meter und stellte damit eine neue persönliche Bestmarke auf. Die Vielzahl an Normen, Siegen und Bestleistungen unterstreicht die starke Form der LG Rhein-Wied an diesem Christi-Himmelfahrt-Wochenende. (PM/bearbeitet durch Red)
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