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Pressemitteilung vom 21.05.2026
Region
Kommunalpolitische Seminare stärken Ratsfrauen im Kreis Neuwied
Im Kreis Neuwied ist ein weiteres kommunalpolitisches Seminar für Ratsfrauen auf große Resonanz gestoßen. Diesmal stand das Thema Kommunikation im Mittelpunkt, verbunden mit praktischen Übungen und konkreten Hilfen für den Alltag in kommunalen Gremien.
Die Teilnehmerinnen des jüngsten Kommunalpolitischen Seminars mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Neuwied, Daniela Kiefer (5. von links), beherzigten die Botschaft auf dem Flip-Chart direkt auch für die Kamera (Foto: Denise Meyer / Kreisverwaltung Neuwied)
Neuwied. Sie treten an, um in ihrer Gemeinde etwas zum Positiven zu bewegen, stoßen in kommunalen Gremien aber nicht selten auf abwertende Bemerkungen oder festgefahrene Haltungen. Genau an diesem Punkt setzen die Gleichstellungsstelle des Landkreises Neuwied und die Kreisvolkshochschule an. Gemeinsam haben sie das Format "Kommunalpolitisches Seminar" ins Leben gerufen, um Ratsfrauen in ihrer Arbeit gezielt zu unterstützen.

Großes Interesse am Angebot
Insgesamt 30 Ratsfrauen aus Kreis und Stadt Neuwied folgten der aktuellen Ausschreibung der Kreisvolkshochschule, die das Seminar in bewährter Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Neuwied anbietet. Das Interesse war erneut groß. Nach Angaben der Kreisvolkshochschule war das Seminar innerhalb weniger Tage ausgebucht. Für die Veranstalter ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass ein solches Angebot gebraucht wird und in der kommunalpolitischen Praxis als hilfreich wahrgenommen wird.

Kommunikation als zentrales Thema
Im Mittelpunkt des aktuellen Seminars stand das Thema Kommunikation. Referentin Carola Theodora Glaser vermittelte praxisnah, wie Kommunikation besser gelingen kann. Im Fokus standen wertschätzende und klare Ausdrucksweisen, die Präsenz, Haltung und gegenseitigen Respekt stärken können. Anhand konkreter Beispiele, mit praktischen Übungen und ergänzt durch fachliches Hintergrundwissen erhielten die Teilnehmerinnen Handwerkszeug, um auch in kritischen Situationen souverän zu handeln.

Dabei stellte die Referentin auch die Methode der Gewaltfreien Kommunikation auf Grundlage der Befunde des US-amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg vor. Verdeutlicht wurde, dass Sprache Wirkung entfaltet und hinter vielen Formulierungen Bedürfnisse stehen, die wahrgenommen werden wollen. Ein einfühlsameres Zuhören sowie eine konkretere und wertschätzendere Kommunikation können demnach Lösungsorientierung fördern, die Zusammenarbeit verbessern und Gespräche auf Augenhöhe erleichtern.

Übungen für mehr Präsenz
Neben fachlicher Kenntnis ging es auch um das sicht- und hörbare Auftreten in Ratssitzungen. Wer eigene Anliegen durchsetzungsstark vertreten will, braucht nicht nur Inhalte, sondern auch Präsenz. Deshalb wurden auch dazu Übungen durchgeführt. Ziel war es, die Teilnehmerinnen darin zu stärken, ihre Positionen klarer und sicherer in Sitzungen einzubringen.

Erfolgsmodell mit Fortsetzung
Für die Gleichstellungsbeauftragte Daniela Kiefer ist die Reihe inzwischen eine Erfolgsgeschichte. Als Hinweis auf die Qualität des Formats wertet sie unter anderem, dass eine Teilnehmerin bislang alle kommunalpolitischen Seminare besucht hat und auch am nächsten wieder teilnehmen will. Bereits im Herbst ist eine weitere Veranstaltung geplant. Dann geht es um das Thema Beitrags- und Erschließungsrecht. Auch dieses Seminar ist dank Landesförderung für die Teilnehmerinnen kostenfrei. Wegen der großen Nachfrage dürfte eine schnelle Anmeldung erneut sinnvoll sein. (PM/bearbeitet durch Red)
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