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Pressemitteilung vom 20.05.2026
Vereine
Amadeus Gräber bezwingt beim Deichmeeting in Neuwied zwei Weltmeister
Beim Lotto Deichmeeting im Neuwieder Rhein-Wied-Stadion sorgte Amadeus Gräber für eine Überraschung. Der junge Athlet setzte sich gegen die favorisierten Weltmeister Leo Neugebauer und Niklas Kaul durch. Auch bei den Frauen gab es spannende Wettkämpfe.
Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung der Frauen. (Foto: Jan Papenfuß)Neuwied. Beim diesjährigen Lotto Deichmeeting im Rhein-Wied-Stadion in Neuwied zeigte Amadeus Gräber eine beeindruckende Leistung im Vierkampf. Der 21-jährige U20-Europameister von 2023, der für Eintracht Frankfurt startet, ließ die beiden Weltmeister Leo Neugebauer und Niklas Kaul hinter sich. Gräber, der dem Perspektivkader angehört, begann stark mit persönlichen Bestleistungen über 110 Meter Hürden in 14,53 Sekunden und 46,89 Metern im Diskuswurf. Trotz eines guten Starts lagen Neugebauer und Kaul zunächst vor ihm. Im Stabhochsprung sprang Gräber jedoch mit 5,20 Metern höher als seine Konkurrenten und sicherte sich schließlich mit einer Gesamtpunktzahl von 3631 den Sieg. Neugebauer und Kaul folgten mit 3535 bzw. 3521 Punkten.

Leo Neugebauer bewertete seinen Auftritt als Experiment: "Heute war ein Wettkampf zum Ausprobieren. Ich hatte keine hohen Erwartungen, weil ich vorgestern erst gelandet bin. Das Wichtigste ist immer, verletzungsfrei zu bleiben." Die Veranstaltung zog das stärkste Teilnehmerfeld in ihrer Geschichte an, was sowohl den Zuschauern als auch den Athleten gefiel.

Punktekrimi bei den Damen
Bei den Frauen stand das Comeback von Sophie Weißenberg im Fokus. Nach langer Verletzungspause trat sie im Hürdensprint, Hochsprung, Kugelstoß und über 150 Meter an. Weißenberg resümierte: "Ich habe mich besser gefühlt als ich erwartet hätte. Mein Körper macht gut mit." In einem engen Dreikampf setzte sich Vanessa Grimm mit 3807 Punkten knapp gegen Weißenberg (3803) und die niederländische Hallen-Weltmeisterin Sofie Dokter (3785) durch. "Über die Hürdenzeit freue ich mich am meisten", sagte Grimm, die nach einer Verletzung in Tokio wieder Vertrauen gewinnen konnte. (PM/Red)
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