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Pressemitteilung vom 20.05.2026
Region
VR Bank RheinAhrEifel stellt mit zwei Fusionen die Weichen neu
Bei der Vertreterversammlung der VR Bank RheinAhrEifel eG in Koblenz standen wichtige Entscheidungen für die Zukunft an. Neben den Zahlen für 2025 prägten vor allem zwei Fusionsbeschlüsse den Abend. Sie sollen die Bank in der Region noch stärker aufstellen.
v.l.n.r.: Sascha Monschauer (Vorstandsvorsitzender VR Bank RheinAhrEifel eG), Markus Müller (stellvertretender Vorstandsvorsitzender VR Bank RheinAhrEifel eG), Karl-Heinz Krämer (Aufsichtsratsvorsitzender VR Bank RheinAhrEifel eG), Christoph A. Parbel (Aufsichtsrat VR Bank RheinAhrEifel eG), Oliver Rake (Aufsichtsrat VR Bank RheinAhrEifel eG), Michael C. Kuch (Vorstand VR Bank RheinAhrEifel eG) und Matthias Herfurth (Vorstand VR Bank RheinAhrEifel eG). (Foto: Peter Seydel)Koblenz. Rund 650 Vertreter, Gäste und weitere Teilnehmer aus der Region sind der Einladung der VR Bank RheinAhrEifel eG zur jährlichen Vertreterversammlung in die Rhein-Mosel-Halle in Koblenz gefolgt. Der Abend stand im Zeichen wichtiger Beschlüsse für die Zukunft der Genossenschaftsbank und machte deutlich, welche strategische Richtung das Institut in den kommenden Monaten einschlagen will. Nach der Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Heinz Krämer informierte Vorstandsvorsitzender Sascha Monschauer im Namen seiner Vorstandskollegen über das Geschäftsergebnis 2025 und die weiteren Planungen. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die wirtschaftliche Entwicklung der Bank als auch die Neuaufstellung durch zwei Zusammenschlüsse.

Geschäftsjahr 2025 mit Wachstum
Die VR Bank RheinAhrEifel eG hat ihre Bilanzsumme im Jahr 2025 um rund 319 Millionen Euro auf 7,2 Milliarden Euro gesteigert. Das entspricht einem Wachstum von 4,63 Prozent und unterstreicht nach Angaben der Bank die solide Geschäftsentwicklung. Besonders positiv entwickelte sich das Kreditgeschäft. Es stieg um 230 Millionen Euro auf 5,0 Milliarden Euro, was einem Plus von 4,86 Prozent entspricht. Auch bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Bank einen deutlichen Zuwachs. Sie erhöhten sich um 302 Millionen Euro auf 5,7 Milliarden Euro und damit um 5,55 Prozent.

Das insgesamt betreute Kundenvolumen legte ebenfalls zu. Es stieg um 577 Millionen Euro auf rund 15,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 3,74 Prozent. Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt nun rund 814 Millionen Euro. Damit präsentierte die Bank in Koblenz Zahlen, die ihre wirtschaftliche Stabilität und ihre Position im regionalen Markt belegen sollen. Die Entwicklung zeigt nach Darstellung des Instituts, dass die Bank sowohl bei Krediten als auch bei Einlagen weiter gewachsen ist.

Mehr Mitglieder und neue Kunden
Auch bei der Entwicklung von Mitgliedern und Kunden meldete die VR Bank RheinAhrEifel eG deutliche Zuwächse. Im vergangenen Jahr entschieden sich 5.567 neue Kunden sowie 3.593 neue Mitglieder für die Bank. Im Verlauf des Jahres zählte die Genossenschaft insgesamt rund 142.000 Mitglieder und betreute etwa 220.000 Kunden im gesamten Geschäftsgebiet. Für die Bank ist diese Entwicklung ein Hinweis auf das anhaltende Vertrauen in das Institut und seine genossenschaftliche Ausrichtung.

Die Zahlen waren ein zentraler Bestandteil der Vertreterversammlung, doch das eigentliche Schwerpunktthema des Abends lag auf den geplanten Zusammenschlüssen. Die Bank stellte heraus, dass wirtschaftliche Stärke und eine breite Verankerung in der Region die Grundlage dafür seien, die nächsten Schritte aus einer gefestigten Position heraus umzusetzen.

Zwei Fusionen mit klarer Zustimmung
Die Vertreter beschlossen mit einer Quote von 99,72% die Verschmelzung der VR Bank RheinAhrEifel eG mit der PSD Bank Koblenz eG. Ebenfalls mit einer Quote von 99,72% wurde die Fusion mit der Raiffeisenbank Welling eG beschlossen. Beide Zusammenschlüsse erfolgen rückwirkend zum 1. Januar 2026 und werden technisch im Juli 2026 wirksam. Nach Angaben der Bank markieren diese Schritte einen neuen Meilenstein in der Entwicklung des Instituts.

Durch die beiden Fusionen entsteht ein gemeinsames Institut mit einer Bilanzsumme von rund 8 Milliarden Euro. Die Beschlüsse stehen für das Ziel, eine starke und zukunftsorientierte Genossenschaftsbank in der Region zu formen. Nach Darstellung der Bank soll das neue Institut seine Mitglieder und Kunden noch besser bedienen können. Die Vertreterversammlung setzte damit ein deutliches Signal für gemeinsames Wachstum und eine langfristige strategische Ausrichtung.

Neue Gremien und angepasste Ordnung
Im Anschluss an die Berichte entlasteten die Vertreter Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig. Außerdem beschloss die Versammlung Satzungsänderungen und Anpassungen der Wahlordnung, damit die neuen Strukturen nach den Fusionen abgebildet werden können. Zusätzlich fanden turnusmäßige Wahlen zum Aufsichtsrat und zum Wahlausschuss statt.

In den Aufsichtsrat wiedergewählt wurden Dr. Rotraud Meurer sowie Michael Dötsch, Franz-Josef Jax, Bernd Maur, Oliver Rake, Lothar Rosenbaum und Thomas Schumacher. Gerhard Bermel stand wegen Erreichens der Altersgrenze nicht mehr zur Wahl. Aus dem Bereich der PSD Bank Koblenz eG wurden Ariane Sauerborn und Anja Schlünß in den Aufsichtsrat zugewählt. Damit wurden bereits erste personelle Weichen für die Zeit nach den Zusammenschlüssen gestellt.

Integration in Beiräten und Wahlausschuss
Auf Grundlage der Größe der fusionierten Banken sollen im Rahmen der Regionalkonferenzen im Herbst drei Mitglieder der PSD Bank Koblenz eG in den Regionalbeirat KoblenzMittelrheinMosel und ein Mitglied der Raiffeisenbank Welling eG in den Regionalbeirat MayenMaifeldPellenz gewählt werden. Die Bank bewertet dies als wichtigen Schritt für die Integration und die gemeinsame Gestaltung der künftigen Zusammenarbeit.

Für die anstehende Vertreterwahl der Bank im 2. Halbjahr 2026 wurden von der VR Bank RheinAhrEifel eG Kornelia Adams für den Regionalmarkt AhrBrohltal, Petra Durben für den Regionalmarkt MayenMaifeldPellenz, Annette Mannheim für den Regionalmarkt KoblenzMittelrheinMosel, Joseph Reuter für den Regionalmarkt NeuwiedLinz und Tanja Zahn für den Regionalmarkt Eifel gewählt. Aus dem Bereich der PSD Bank Koblenz eG wurden Daniela Bauer und Dr. Thomas Neukirchen sowie Stefan Jerger aus dem Bereich der Raiffeisenbank Welling eG in den Wahlausschuss der VR Bank RheinAhrEifel eG gewählt. Nach Einschätzung der Bank bilden die neuen Gremienbesetzungen das Fundament für eine erfolgreiche Integration und ein partnerschaftliches Miteinander aller beteiligten Genossenschaftsbanken. (PM/bearbeitet durch Red)
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