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| Nachricht vom 19.05.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Kabelklau legt Bahnverkehr in Rheinland-Pfalz lahm |
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| Der Diebstahl von wertvollen Metallen sorgt immer wieder für erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr in Rheinland-Pfalz. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, sind Fahrgäste mit Verspätungen und Zugausfällen konfrontiert. |
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Koblenz. Für Bahnreisende in Rheinland-Pfalz stellt der wiederholte Kabelklau ein großes Ärgernis dar. Im Jahr 2024 registrierte die Bundespolizeidirektion Koblenz 21 Fälle von Buntmetalldiebstählen. Obwohl die Statistik für 2025 noch nicht vollständig vorliegt, ist bereits eine leichte Zunahme zu verzeichnen. "Für das laufende Jahr 2026 bewegt sich die Zahl der registrierten Delikte bislang im niedrigen zweistelligen Bereich", so ein Sprecher der Behörde. Bei den meisten Fällen handelt es sich um den Diebstahl von Kupfer, gelegentlich jedoch auch von Eisen oder Stahl. Die Bundespolizei hat Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls eingeleitet.
Die Deutsche Bahn berichtet, dass diese Vorfälle häufig zu Verspätungen im Nahverkehr führen. Im Fernverkehr werden Umleitungen als Lösung angestrebt. Anfang Mai wurden zwischen Haßloch und Neustadt an der Weinstraße Schäden an Erdkabeln festgestellt, was den Verkehr erheblich beeinträchtigte. Zwischen Schifferstadt und Neustadt wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, während Fernzüge nach Paris über Kehl umgeleitet wurden. Die Bundespolizei ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls und Vandalismus.
Nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch in anderen Regionen Deutschlands und Europas kommt es zu ähnlichen Vorfällen. Im März führte Kabeldiebstahl in Sachsen-Anhalt zu Störungen zwischen Leipzig und Erfurt. Auch in Spanien verursachten Diebe im vergangenen Jahr Chaos im Bahnverkehr, insbesondere auf der Strecke zwischen Madrid und Andalusien.
Neben dem Bahnverkehr sind auch Autobesitzer betroffen, da Kriminelle Kabel von Ladesäulen stehlen und die Anlagen sabotieren.
Tierische Tunnelbauer haben ebenfalls in der Vergangenheit für Verzögerungen gesorgt. Auf der Strecke zwischen Winden und Landau mussten Umleitungen eingerichtet werden, nachdem Dachse den Bahndamm untergraben hatten. Nach Sicherung der Hohlräume durch Flüssigerde und Schotter arbeitet die Bahn weiterhin mit Forstexperten und Naturschutzbehörden zusammen, um eine Rückkehr der Tiere zu verhindern. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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| Nachricht vom 19.05.2026 |
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