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Nachricht vom 18.05.2026
Politik
Kreis Neuwied plant Investitionen in Bildung und Bevölkerungsschutz
Der Landkreis Neuwied beabsichtigt, seinen Anteil aus dem "Rheinland-Pfalz-Plan" für bedeutende Infrastrukturmaßnahmen zu nutzen. Am 15. Juni steht eine entscheidende Sitzung an, bei der der Kreistag über die Pläne abstimmen wird.
SymbolfotoNeuwied. Der Landkreis Neuwied plant, seine Mittel aus dem Sondervermögen "Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur" in Höhe von 162.654.678 Euro gezielt in die Bildungs-Infrastruktur und den Bevölkerungsschutz zu investieren. Zunächst wird das regionale Umsetzungskonzept am heutigen Montag im Kreisausschuss vorberaten. Die endgültige Entscheidung fällt der Kreistag am 15. Juni. Die Maßnahmen sind auf eine Umsetzungszeit von maximal zwölf Jahren ausgelegt.

"Aus dem Sondervermögen entfällt auf den Landkreis Neuwied ein Regionalbudget in Höhe von 162.654.678 Euro. Ein Drittel des Budgets verbleibt beim Landkreis, zwei Drittel werden der Stadt Neuwied und den Verbandsgemeinden im Verhältnis der Einwohnerzahlen aufgeteilt. So erhalten unter anderem der Landkreis Neuwied 54,2 Millionen Euro und der kreisangehörige Raum mit Verbandsgemeinden und Stadt 108,4 Millionen Euro", erläutert Landrat Achim Hallerbach.

Bildungsprojekte im Fokus
Landrat Achim Hallerbach betont: "Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft!" Besonders im Bereich der Bildungsinfrastruktur besteht erheblicher Bedarf. Die Schulentwicklungsplanung zeigt, dass an mehreren Standorten dringend weiterer Schulraum benötigt wird. Aufgrund hoher Geburtenraten und einer steigenden Zuzugsdynamik werden die Schülerzahlen auch zukünftig deutlich steigen. Erweiterungsbauten und Sanierungen an bestehenden Schulen stehen daher im Vordergrund.

Einzelne Maßnahmen umfassen den Abriss der alten Sporthalle der IGS Neuwied für 550.000 Euro und den Ausbau der Heinrich-Heine-Realschule um vier Klassenräume für 4,1 Millionen Euro. Weitere Projekte betreffen die Carl-Orff-Schule, die Römerwall-Schule Rheinbrohl und die Maximilian-Kolbe-Schule Rheinbrohl.

Erweiterung des Bevölkerungsschutzes
Um den Bevölkerungsschutz zu stärken, sind ebenfalls Investitionen geplant. Dazu gehören die Anschaffung von vier hochgeländegängigen Logistikfahrzeugen für 1,8 Millionen Euro sowie der Bau eines Logistikstandortes im Norden des Landkreises für etwa fünf Millionen Euro. Diese Maßnahmen berücksichtigen demografische Veränderungen und sind Teil der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Das regionale Umsetzungskonzept, Voraussetzung für die Bewilligung der Fördermittel durch die ADD, wurde unter Einbindung der Stadt und der Verbandsgemeinden erstellt. Es dient dazu, eine zielgerichtete und bedarfsorientierte Mittelverwendung sicherzustellen. "Am 15. Juni wird der Kreistag abschließend entscheiden, damit die Finanzmittel abgerufen werden können", unterstreicht Landrat Achim Hallerbach. Red
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