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| Nachricht vom 13.05.2026 |
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| Kultur |
| Historische Drucktechniken zum Anfassen |
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| Am 17. Mai ist der Internationale Museumstag, an dem zahlreiche Museen ihre Türen öffnen und zur Entdeckung kultureller Schätze einladen. In Niederhofen bietet das Imprimaturmuseum von Reinhard Zado einen besonderen Einblick in die Welt des historischen Druckhandwerks. |
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Niederhofen. Am Sonntag, dem 17. Mai, öffnet das Imprimaturmuseum in Niederhofen seine Türen für alle Interessierten. Ab 14 Uhr zeigt Reinhard Zado den Besuchern alte Drucktechniken anhand von Beispielen und historischen Geräten. Das Museum befindet sich in der Hauptstraße 22 und bietet eine Reise durch die Geschichte des Drucks, die vor über 500 Jahren mit Johannes Gutenberg begann.
Im Museum können Besucher erleben, wie sich der Winkelhaken mit einer druckbaren Zeile aus Bleilettern füllt und auf 100 Jahre alten Maschinen gedruckt wird. Der Nachbau der ersten Druckpresse, ursprünglich aus einer Weinpresse entwickelt, ist im sogenannten Gutenbergraum zu sehen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Museums liegt auf dem Steindruck, auch Lithografie genannt. Diese Technik eignet sich besonders für Bilddarstellungen, die auf Solnhofener Steine gezeichnet werden. Die schweren Steine sind nur mit Winden zu bewegen und bieten beeindruckende Einblicke in die handwerkliche Kunstfertigkeit vergangener Zeiten.
Der Kupfertiefdruck, bekannt als Radierung, wird ebenfalls präsentiert. Hierbei werden Gravuren oder Ätzungen in Kupferplatten erstellt, in deren Vertiefungen die Farbe eingerieben wird. Diese Technik ermöglicht feinste Farbnuancen und wird bis heute bei der Herstellung von Bargeldscheinen angewendet. Red |
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