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Pressemitteilung vom 13.05.2026
Region
Zusammenschluss der Servicebetriebe Neuwied und Stadtwerke Bendorf geplant
Die Servicebetriebe Neuwied und die Stadtwerke Bendorf beabsichtigen, ihre Kräfte zu bündeln. Geplant ist die Gründung einer gemeinsamen Anstalt öffentlichen Rechts, die ab dem 1. Januar 2027 operieren soll. Der Zusammenschluss soll zahlreiche Vorteile mit sich bringen.
Symbolbild (Foto: Pixabay)Neuwied/Bendorf. Die Servicebetriebe Neuwied und die Stadtwerke Bendorf wollen zum 1. Januar 2027 fusionieren und als "Servicebetriebe Bendorf Neuwied" eine gemeinsame Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) gründen. Diese Entscheidung folgt intensiven Vorprüfungen, die rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Aspekte beleuchtet haben. Ziel ist es, einen leistungsstarken kommunalen Betrieb mit über 230 Beschäftigten zu schaffen.

Herausforderungen und Synergien
Angesichts begrenzter Budgets, Fachkräftemangels und steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung sehen die beiden Betriebe in der Bündelung ihrer Ressourcen eine notwendige Reaktion auf wachsende Herausforderungen. Derzeit unterhalten sie parallele Infrastrukturen für Personal, Verwaltung, IT, Rechnungswesen, Fuhr- und Gerätepark sowie Materialbeschaffung. Stefan Herschbach von den Servicebetrieben Neuwied erklärt: "Es wird zunehmend unwirtschaftlicher, diese Strukturen doppelt vorzuhalten." Peter Schneider aus Bendorf ergänzt: "Ohne den Zusammenschluss würden uns in den kommenden Jahren die Kosten unkontrolliert weglaufen."

Prüfung und Planung
Das Aufgabenspektrum beider Betriebe überschneidet sich erheblich, was eine effizientere Zusammenarbeit begünstigt. In den vergangenen Monaten wurden steuerliche, rechtliche und wirtschaftliche Fragen geprüft, um die Voraussetzungen für die Umsatzsteuerbefreiung zu klären, die entscheidend für die neue AöR ist. Intensive Workshops sind geplant, um Detailfragen wie IT-Integration und Gebührenabrechnung zu klären.

Am 8. Juni 2026 wird eine gemeinsame Sitzung von Verwaltungsrat und Werkausschuss stattfinden, um den geplanten Zusammenschluss zu bekräftigen. Die langjährige Kooperation in der Wasserversorgung zwischen Bendorf und Neuwied bildet eine solide Grundlage für das neue Vorhaben. (PM/Red)
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