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| Pressemitteilung vom 13.05.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Schlag gegen internationalen Drogenhändler: Razzia auch in Rheinland-Pfalz |
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| Nach intensiven Ermittlungen gelang es den Behörden, einen Schritt im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel zu machen. In mehreren Bundesländern wurden zeitgleich Durchsuchungen durchgeführt, die zur Festnahme mehrerer Verdächtiger führten. |
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Rheinland-Pfalz. Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Mainz des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz und des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main führte am Montag (11. Mai 2026) umfangreiche Durchsuchungen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg durch. Diese Maßnahmen erfolgten im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf unerlaubten internationalen Handel mit Betäubungsmitteln in erheblichem Umfang. Seit Juni 2024 hatten die Behörden verdeckte Ermittlungen durchgeführt, die nun zu einem großangelegten Einsatz führten.
Insgesamt wurden 19 Objekte durchsucht, darunter Wohnungen, Geschäftsräume und Fahrzeuge der Verdächtigen. Neun Personen wurden vorläufig festgenommen, wobei auch Spezialeinheiten zum Einsatz kamen. Ein Beschuldigter versuchte, seiner Festnahme durch einen Sprung aus einem Fenster zu entgehen und verletzte sich dabei leicht.
Die Beamten stellten bei den Durchsuchungen umfangreiche Beweismittel sicher, darunter etwa 15,5 Kilogramm Amphetamin, 45 Kilogramm Marihuana und weitere Drogen sowie Grundstoffe zur Herstellung synthetischer Betäubungsmittel. Zudem fanden sie einen scharfen Revolver samt Munition, elektronische Speichermedien und Kryptotelefone, deren Auswertung noch andauert. Auch sechs Fahrzeuge, teils umgebaut zu Schmuggelfahrzeugen, rund 100.000 Euro Bargeld sowie Goldbarren und Goldmünzen wurden beschlagnahmt.
Über 300 Einsatzkräfte waren an dem Einsatz beteiligt. Die Ermittlungen zu weiteren Tatbeteiligten und internationalen Verbindungen dauern an. Am Dienstag (12. Mai) wurden fünf der Beschuldigten dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mainz vorgeführt. Gegen vier von ihnen wurden Haftbefehle erlassen, einer davon unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Gegen vier festgenommene Personen wurden keine Haftbefehle erlassen. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 13.05.2026 |
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