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Nachricht vom 12.05.2026
Rheinland-Pfalz
Achim Schwickert wird neuer Innenminister von Rheinland-Pfalz
Am 18. Mai 2026 steht eine bedeutende politische Veränderung in Rheinland-Pfalz bevor. In dem von CDU und SPD unterzeichneten Koalitionsvertrag, wird geregelt, welche Partei wieviele Ministerposten bekommt. Jetzt stehen die Personalien endgültig fest. Besonders hervorzuheben ist die Ernennung von Achim Schwickert zum neuen Innenminister.
Achim Schwickert. (Archivbild WW-Kurier)Mainz. Am 18. Mai soll Gordon Schnieder zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt werden. Im Anschluss daran wird traditionell das Kabinett vereidigt, womit die neue Landesregierung ihre Arbeit aufnehmen kann. In einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz stellte die CDU ihre künftigen Minister sowie Staatssekretäre vor.

Lange brodelte schon die Gerüchteküche, jetzt ist es bestätigt: Der designierte Ministerpräsident Gordon Schnieder hat Achim Schwickert, den derzeitigen Landrat des Westerwaldkreises, als neuen Innenminister ausgewählt. Der 63-jährige Schwickert bringt umfassende Erfahrung aus seiner bisherigen Tätigkeit mit und wird neben der Innenpolitik auch für Verkehr und Integration zuständig sein. Sein Staatssekretär wird Dirk Herber, der derzeitige Vorsitzende des Innenausschusses im Landtag.

CDU stellt fünf Ministerien
Die CDU übernimmt in der neuen Regierung fünf Ministerien, darunter auch das Bildungs- und das Justizministerium. Das neu strukturierte Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten wird von Christine Schneider geleitet, die aktuell noch Abgeordnete im EU-Parlament ist.

Ute Eiling-Hütig, CSU-Landtagsabgeordnete aus Bayern, wird neue Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz. Die 58-Jährige ist derzeit Vorsitzende des Bildungsausschusses im bayerischen Landtag in München. Die bisherige bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß, soll Staatssekretärin in dem Ministerium werden.

Marcus Klein wird Chef der Staatskanzlei sowie Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien. Dass der Chef der Staatskanzlei zugleich Minister wird, ist neu in Rheinland-Pfalz. Kleins Staatssekretär wird der Landtagsabgeordnete Torsten Welling aus Mayen. Helmut Martin wird Minister für Justiz und Verbraucherschutz.

SPD stellte ihre Minister zuerst vor
Auch die SPD hat ihre Ministerposten bekannt gegeben (wir berichteten). Sabine Bätzing-Lichtenthäler kehrt als Arbeits- und Sozialministerin zurück und wird zudem stellvertretende Ministerpräsidentin. Das Finanzministerium bleibt unter der Leitung von Doris Ahnen, die nun auch für Digitalisierung und Staatsmodernisierung verantwortlich sein wird.

Mit diesen personellen Entscheidungen stehen CDU und SPD bereit, die politischen Geschicke von Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren zu lenken. Achim Schwickerts Wechsel ins Innenministerium bedeutet, dass seine Position als Landrat neu besetzt werden muss. Bis zur nächsten Wahl wird Gabriele Wieland, die hauptamtliche erste Kreisbeigeordnete, kommissarisch die Vertretung übernehmen.

Landrat seit 17 Jahren
Achim Schwickert wurde 1962 in Wirges geboren und wohnt heute in Oberelbert. Bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 setzte sich Schwickert mit einem Stimmenanteil von 60,3 Prozent gegen die damalige Mitbewerberin Tanja Machalet (SPD) durch. Seither wirkt er als Landrat im Westerwaldkreis. Zuletzt wurde er am 23. Februar 2025 mit rund 75 Prozent der Stimmen von den Bürgern des Westerwaldkreises erneut wiedergewählt. Im Januar 2022 wurde Achim Schwickert zudem zum Vorsitzenden des Landkreistages Rheinland-Pfalz gewählt. (TS)
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