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Pressemitteilung vom 09.05.2026
Rheinland-Pfalz
Gesundheitswesen in Rheinland-Pfalz: Sparmaßnahmen gefährden Arzttermine
Die geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen könnten zu einem erheblichen Rückgang der Behandlungen in Arztpraxen führen. Auch Rheinland-Pfalz bleibt von den Kürzungen nicht verschont.
(Foto: Daniel Karmann/dpa)Berlin. Die Kassenärzte warnen vor drastischen Auswirkungen der geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen, die ab dem kommenden Jahr greifen sollen. Laut Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen werden bundesweit etwa 46 Millionen Behandlungsfälle aufgrund der Sparmaßnahmen nicht finanziert sein. "Bild" berichtete zuerst über ein entsprechendes Dokument der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Für Rheinland-Pfalz bedeutet dies, dass Hausärzte und Allgemeinmediziner, die bisher durchschnittlich 1.064 Patienten pro Quartal betreuten, künftig nur noch 963 Fälle versorgen können. Bei Kinderärzten würde die Zahl der maximal versorgten Patienten rechnerisch von 1.165 auf 1.091 sinken.

Sparpaket soll Beitragsanstieg stoppen
Das Bundeskabinett beschloss Ende April ein umfangreiches Sparpaket für das Gesundheitswesen, das noch die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat benötigt. Ziel ist es, den kontinuierlichen Anstieg der Krankenkassenbeiträge zu stoppen, mit denen bisher steigende Kosten im System ausgeglichen wurden. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen bis 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlastet werden - etwas mehr als das erwartete Defizit von 15,3 Milliarden Euro.

Kürzungen und höhere Zahlungen
Geplant sind Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung bei Praxen, Kliniken und in der Pharmabranche. Gleichzeitig sollen höhere Zuzahlungen für Medikamente, erhöhte Beiträge für Gutverdiener und Einschränkungen bei der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern eingeführt werden. Bei Ärzten und Kliniken sollen Vergütungsanpassungen begrenzt und mehrere Extra-Zahlungen für Praxen gestrichen werden. (dpa/bearbeitet durch Red)
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