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Pressemitteilung vom 07.05.2026
Region
Zwei Bäume zum 200. Geburtstag von Mutter Rosa in Waldbreitbach
Zum 200. Geburtstag von Mutter Rosa ist auf dem Klosterberg in Waldbreitbach ein besonderes Zeichen gesetzt worden. Zwei neue Bäume ergänzen dort die Streuobstwiese der Franziskanerinnen. Die Auswahl verbindet Geschichte, Natur und den Blick auf kommende Generationen.
Pierre Fischer, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, Generaloberin Schwester M. Michaele Rohde und Kordula Honnef, Gärtnerin der Waldbreitbacher Klostergärten (von links), pflanzen eine Esskastanie und eine Mostbirne auf der Streuobstwiese des Waldbreitbacher Klosterbergs. (Foto: Anja Loudovici)
Waldbreitbach. Anlässlich des 200. Geburtstags der Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen am 24. Februar hat Pierre Fischer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, der Ordensgemeinschaft zwei Bäume geschenkt. Gemeinsam mit Generaloberin Schwester M. Michaele Rohde und Kordula Honnef, Gärtnerin der Waldbreitbacher Klostergärten, pflanzte er eine Esskastanie und eine Mostbirne auf der Streuobstwiese des Waldbreitbacher Klosterbergs.

Bewusste Auswahl mit Blick auf Natur und Geschichte
Die beiden Bäume wurden gezielt ausgewählt. Die Esskastanie gilt als widerstandsfähig und kann sich gut an Wärme sowie trockene Böden anpassen. Damit wird sie auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel als Baum mit Zukunft für die Region gesehen.

Zugleich hat die Esskastanie eine ökologische Bedeutung. Ihre Blüten bieten Bienen und mehr als 100 weiteren Insektenarten Nahrung. Auch ihre Früchte sind nutzbar. Im 19. Jahrhundert, also zu Lebzeiten Mutter Rosas, gehörten sie zu den wichtigen Nahrungsmitteln der Landbevölkerung.

Auch die Mostbirne steht in enger Verbindung zur Geschichte des Ortes. Am Rand der Streuobstwiese steht bereits ein sehr alter Birnbaum einer eng verwandten Sorte. Es ist bekannt, dass dieser Baum schon zu Zeiten der Ordensgründerin dort gepflanzt wurde.

Verbundenheit mit dem Klosterberg
Die Mostbirne gilt als ertragreiche, gesunde und anspruchslose Sorte. Zudem ist sie gut für Höhenlagen geeignet. Mit der Pflanzung wird die bestehende Streuobstwiese um zwei Bäume ergänzt, die sowohl ökologisch als auch historisch eine besondere Rolle spielen.

Schwester Michaele freute sich über das nachhaltige Geschenk des Bürgermeisters, das die Streuobstwiesen nun bereichert. Pierre Fischer wollte mit den Bäumen ein Zeichen der Verbundenheit und der Dankbarkeit der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach setzen.

Persönliche Verbindung zur Region
Fischer stammt aus Glockscheid und ist oberhalb des Mutterhauses der Waldbreitbacher Franziskanerinnen aufgewachsen. Nach eigenen Angaben fühlt er sich der Region und der Ordensgemeinschaft eng verbunden. Schon als Kind spielte er auf den Streuobstwiesen.

Zugleich ist es ihm ein Anliegen, dass das Ökosystem des Klosterbergs gepflegt und erhalten bleibt. Auch darin wird ein Vermächtnis Mutter Rosas gesehen. (PM/bearbeitet durch Red)
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