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| Nachricht vom 30.04.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Runkel: Staatsanwaltschaft untersucht tödlichen Unfall in Lederfabrik |
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| Nach einem tragischen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik in Runkel, bei dem mehrere Menschen ums Leben kamen, laufen nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung. Viele Fragen zum Ablauf des Unglücks sind noch ungeklärt. |
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Runkel. Nach dem tödlichen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik in Runkel (die Kuriere berichteten) wird gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Limburg bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass die Ermittlungen laufen. Im Zentrum steht die Frage, ob die betroffenen Arbeiter beim Einstieg in die Grube ausreichend Atemschutz und Schutzkleidung trugen und ob Gasmessungen zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wurden. Der Sprecher hatte bereits am Vortag darauf hingewiesen, dass kurzfristig keine Ergebnisse der beauftragten Gutachten zu erwarten seien. Der Gesundheitszustand des einzigen Überlebenden ist weiterhin unverändert.
Am 16. April bargen Rettungskräfte fünf Männer aus der Grube auf dem Gelände der Fabrik. Drei von ihnen, im Alter von 38, 58 und 59 Jahren, starben noch vor Ort. Die beiden anderen wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Einer dieser Männer, ein 35-jähriger Mitarbeiter, verstarb vor gut einer Woche an den Folgen des Unglücks. Der fünfte Mann, ein Angestellter einer Rohrreinigungsfirma aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur, überlebte. Das Unglück hat in der Stadt mit ihren 9.500 Einwohnern große Bestürzung ausgelöst. (dpa/bearbeitet durch Red)
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