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| Pressemitteilung vom 20.04.2026 |
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| Region |
| Amnesty Neuwied klärt über Menschenrechtsverletzungen auf |
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| Am Samstag informierte die Neuwieder Gruppe der Internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty Passanten in der Innenstadt. Dabei standen die Themen Meinungsfreiheit in den USA und der Schutz von Zivilisten in Konfliktgebieten im Fokus. |
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Neuwied. Die örtliche Amnesty-Gruppe nutzte den Samstag, um in der Neuwieder Innenstadt das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen. Im Mittelpunkt stand die Besorgnis über die zunehmenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit in den Vereinigten Staaten. Diese Entwicklungen sind laut Amnesty das Ergebnis neuer Gesetze, die die Macht des Präsidenten stärken und erhebliche Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit und das Wahlrecht haben könnten. Demonstrationen gegen diese Maßnahmen werden mit massiven Polizeieinsätzen begleitet, was die Lage weiter verschärft.
Ein weiterer Schwerpunkt der Informationsveranstaltung war der Appell zum Schutz der Menschenrechte in Kriegsgebieten. Amnesty richtete sich dabei sowohl an die USA als auch an den Iran. Die Organisation kritisiert, dass bei US-Bombardements in Teheran Schulen, Krankenhäuser und andere zivile Einrichtungen getroffen wurden, was zahlreiche zivile Opfer forderte. Der Iran wird aufgefordert, Häftlinge in Gefängnissen vor Bombardierungen zu schützen und keine Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu nutzen. Laut Susanne Kudies, Sprecherin der Neuwieder Amnesty-Gruppe, sei dies "eine grobe, geplante Verletzung der Menschenrechte der Zivilbevölkerung".
Theresia Knieke, ebenfalls Mitglied der Gruppe, betonte: "Wenn Menschen in Iran, Israel oder Libanon ihr Zuhause verlieren oder wenn Kinder in Trümmern sterben, ist das nicht einfach eine Tragödie - es ist ein schwerer Verstoß gegen grundlegende internationale Schutzpflichten." Amnesty fordert alle Konfliktparteien, einschließlich Israel, auf, rechtswidrige Angriffe sofort zu beenden und alles zu tun, um Schäden an der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Angesichts der Gefahr eines langwierigen internationalen Konflikts sei die Einhaltung der internationalen Menschenrechtsnormen und des humanitären Völkerrechts dringender denn je. PM/Red |
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| Pressemitteilung vom 20.04.2026 |
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