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Pressemitteilung vom 14.04.2026
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Gottesdienst in Weißenthurm: Aufnahme von 32 Personen in der Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa
In Weißenthurm fand ein Gottesdienst statt, bei dem der Trierer Weihbischof Robert Brahm die Investitur neuer Mitglieder der Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa leitete. Die Veranstaltung war Teil einer größeren Versammlung historischer Schützen aus ganz Europa.
Unter den 32 Personen, die in die Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen wurden, befinden sich auch zwei Frauen (Foto: Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen/Dirk Heupts)Weißenthurm. Am Freitag (10. April 2026) wurden in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Weißenthurm 32 Personen, darunter zwei Frauen, in die Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen. Ein weiterer Ritter wurde zum Vizekanzler ernannt. Diese Investitur war Bestandteil eines Pontifikalamtes unter der Leitung des Trierer Weihbischofs Robert Brahm. Der Gottesdienst fand im Rahmen der Frühjahrsversammlung der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) statt, die rund eine Million Mitglieder aus zehn Ländern umfasst. Außerdem feierte die gastgebende St. Hubertus Schützenbruderschaft ihr 100-jähriges Bestehen.

In seiner Predigt sprach Weihbischof Brahm über die Herausforderungen der heutigen Zeit und zog Parallelen zum Tagesevangelium, in dem Jünger Jesu zunächst erfolglos fischen, bis sie auf den auferstandenen Christus treffen. "Es gibt Tage, wo wir uns abmühen und unser Leben wie ein Boot auf dunklem Wasser erscheint, mit wenig Frieden und Ertrag", erklärte Brahm. Doch auf das Wort Christi hin könne sich alles zum Guten wenden. Brahm hob die Bedeutung der Schützengemeinschaft hervor, die sich grenzüberschreitend für Demokratie, Freiheit und Toleranz einsetzt. "Europa braucht Menschen, die sich nicht von Angst und Gleichgültigkeit, sondern von Gewissen und Verantwortung treiben lassen."

Tugenden der Ritterschaft
Der europäische Dachverband und seine Ritterschaft orientierten sich an Tugenden wie Besonnenheit, Gerechtigkeit, Gehorsam, Glauben, Hilfsbereitschaft, Tapferkeit, Treue und Weisheit. "Diese Tugenden mögen alt klingen, sind aber erstaunlich aktuell", betonte der Weihbischof. Es sei wichtig, sich für andere einzusetzen und den Blick für Notlagen nicht zu verlieren, um Vertrauen und Frieden zu schaffen. Solche Gemeinschaften erinnern Europa daran, diese Werte zu bewahren.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von der Chorgemeinschaft Mülheim, Urmitz-Bahnhof und Weißenthurm, dem Bläserensemble Schängel Brass sowie dem Solisten Dr. Jürgen Schäfer. Die Gesamtleitung lag bei Kantor Markus Johannes Lamprecht. (PM/Red)
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