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Nachricht vom 06.04.2026
Rheinland-Pfalz
Optimistischer Start in die Campingsaison: Rheinland-Pfalz ist bereit
Die Campingplatzbetreiber in Rheinland-Pfalz blicken optimistisch auf die kommende Saison. Der Trend zu eigenen Bädern und digitalen Buchungen prägt die Vorbereitungen.
Campingplätze am Rhein (Foto: Arne Dedert/dpa)Rheinland-Pfalz. Die Hoffnung auf gutes Wetter begleitet die Campingplatzbetreiber in Rheinland-Pfalz zum Start der neuen Saison. Trotz hoher Spritpreise und Inflation zeigt sich die Branche zuversichtlich, wie Timo Koch, Vorsitzender des Verbands der Campingwirtschaft Rheinland-Pfalz e.V., berichtet. Sein Campingplatz im Hunsrück hat seit etwa einer Woche geöffnet und erfreut sich guter Buchungslage. Spontane Anreisen sind noch möglich, da nicht alle Plätze belegt sind.

Nicht alle Campingplätze im Land haben bereits geöffnet. Entlang der Mosel beginnt die Saison erst Mitte April, da einige Plätze aufgrund des langen Winters noch zu nass sind, so Koch. Zudem fällt Ostern in diesem Jahr besonders früh.

Preise sind leicht gestiegen
Die Preise auf den Campingplätzen in Rheinland-Pfalz haben sich etwas erhöht, berichtet Koch weiter. Dennoch zahlen Urlauber hier im Vergleich zu anderen Regionen wenig. Eine ADAC-Preisanalyse zeigt, dass eine Übernachtung für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind in der Hochsaison 2026 durchschnittlich 40 Euro kostet. Dieser Preis liegt knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 41 Euro, obwohl die Preise im Bundesland im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich neun Prozent gestiegen sind.

Ein neuer Trend zeichnet sich ab: Immer mehr Camper bevorzugen eigene Bäder, die entweder als abgeschlossener Bereich im Sanitärgebäude oder direkt am Stellplatz verfügbar sind. "Diese Mietbäder sind wie ein Hotelbad, in dem man auch den Zahnputzbecher stehen lassen kann", erläutert Koch.

Digitale Buchungen und Verfügbarkeitsprüfungen sind noch nicht überall Standard. Der Verband arbeitet seit letztem Jahr mit der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH daran, die Sichtbarkeit der Campingplätze zu erhöhen. "Das wird uns noch eine Zeit lang beschäftigen", sagt Koch. Oftmals scheitert es an technischen Schnittstellen oder Buchungssystemen. Viele Plätze nutzen weiterhin Tabellen anstelle digitaler Lösungen. (dpa/bearbeitet durch Red)
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