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| Nachricht vom 01.04.2026 |
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| Politik |
| Mega-Fusion im Westerwald: Rengsdorf-Waldbreitbach, Dierdorf und Puderbach planen historischen Zusammenschluss |
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| Die Verbandsgemeinden Rengsdorf-Waldbreitbach, Dierdorf und Puderbach haben überraschend bekannt gegeben, dass sie eine bislang beispiellose Fusion zu einer neuen "Super-Verbandsgemeinde Westerwald-Mitte" prüfen. Ziel sei es, Kräfte zu bündeln, Verwaltungsstrukturen zu optimieren und die Region zukunftssicher aufzustellen. |
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Dierdorf/Puderbach/Rengsdorf. Nach ersten Planungen würde die neue Verbandsgemeinde rund 55.000 Einwohner umfassen und damit zu den größten kommunalen Verwaltungseinheiten in Rheinland-Pfalz zählen. Neben wirtschaftlichen Vorteilen sollen auch Infrastruktur, Digitalisierung und Tourismus gemeinsam stärker vorangetrieben werden.
Ein besonderes Highlight der geplanten Fusion wäre zudem die Schaffung eines gemeinsamen Wahrzeichens der neuen Verbandsgemeinde. In ersten Überlegungen ist von einem zentral gelegenen „Westerwald-Turm“ die Rede – einem modernen Aussichtsturm mit integriertem Bürgerbüro, digitalem Servicezentrum und Panoramablick über die gesamte Region. Dieser soll symbolisch für den Zusammenhalt und die gemeinsame Zukunft der drei Verbandsgemeinden stehen.
Die Bürgermeister der drei Verbandsgemeinden zeigten sich in ersten Stellungnahmen optimistisch: „Diese Fusion ist eine einmalige Chance, unsere Region gemeinsam stärker und effizienter zu gestalten. Wir denken Verwaltung neu – größer, moderner und bürgernäher“, erklärte Pierre Fischer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach.
Manuel Seiler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dierdorf, ergänzte: „Durch die Bündelung unserer Ressourcen können wir Projekte realisieren, die für einzelne Gemeinden bislang unerreichbar waren. Das ist ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft.“ Auch aus Puderbach kamen positive Signale. Sven Schür betonte: „Natürlich bringt eine Fusion Herausforderungen mit sich, aber die Chancen überwiegen deutlich. Gemeinsam können wir mehr erreichen als allein.“
Weiterhin haben die drei Bürgermeister bereits einen weiteren ambitionierten Schritt skizziert: Perspektivisch solle auch die Kreisverwaltung Neuwied ihren Sitz in der neuen Mega-Verbandsgemeinde finden. Man sei sich einig, dass eine moderne Verwaltungsstruktur „vom Dorf bis zum Kreis aus einem Guss gedacht werden müsse“.
Geplant ist, in den kommenden Monaten eine Machbarkeitsstudie durchzuführen sowie Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Prozess einzubinden. Über den endgültigen Zusammenschluss sollen anschließend die kommunalen Gremien entscheiden. (Pressemitteilung)
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