NR-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Neuwied
Pressemitteilung vom 30.03.2026
Region
Jung und dynamisch: Was der Baum des Jahres 2026 alles kann
Die Zitter-Pappel (Populus tremula), auch Aspe genannt, wurde zum Baum des Jahres gewählt. Diese Auszeichnung wird jährlich von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung vergeben, um die Bedeutung von Bäumen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Die Samen erscheinen schon im zeitigen Frühjahr, sind seidig weich und liegen schon nach kurzer Zeit teppichartig unter den Bäumen. (Foto: Frank Krause)
Anhausen. Mit einem Verbreitungsgebiet, das fast ganz Europa sowie Teile Asiens und Nordamerikas umfasst, ist die Zitter-Pappel eine Baumart, die durch ihre namensgebenden, zitternden Blätter bekannt ist. Daher kommt auch das Sprichwort "zittern wie Espenlaub". Als mittelgroßer Laubbaum erreicht sie eine Höhe von 15 bis 25 Metern. Als Solitärbaum in Parkanlagen erkennt man sie häufig an ihrer eleganten Wuchsform und der ansehnlichen Herbstfärbung. Sie besiedelt schnell offene Flächen und schützt sie so vor Erosion.

Damit trägt sie zur Regeneration von Wäldern bei und bietet für viele Insekten- und Vogelarten einen Lebensraum. Durch ihre besondere Fähigkeit, dass aus den Wurzeln neue Bäume entstehen können (Wurzelbrut), können sich komplette Pappelhaine entwickeln, die genetisch identisch sind und von ein und derselben Mutterpflanze abstammen.

In der Forstwirtschaft wird sie geschätzt, denn durch ihr schnell verrottendes, nährstoffreiches Laub verbessert sie den Boden. Zudem gilt sie als anspruchslos sowie kälte- und frostresistent. Dadurch wächst sie nicht nur in tieferen Lagen, sondern auch im Gebirge bis zu 1.000 m Höhe. In Kombination mit anderen Baumarten angepflanzt, fördert sie die Biodiversität und Bodenstabilität. Dabei ist ihr Jugend-Wachstum sehr rasch und mit 60 Jahren abgeschlossen.

Aber nicht nur im Wald findet die Zitter-Pappel Verwendung. Ihr leichtes und helles Holz wird für die Produktion von Zündhölzern, Papier oder sogar für Möbel verwendet. Auch in der Medizin wurde die Rinde, die reich an Salicylaten ist, als Tee gegen Kopfscherzen, Fieber und rheumatische Beschwerden eingesetzt. (PM)


Pressemitteilung vom 30.03.2026 www.nr-kurier.de
Quelle: 1774828800