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Nachricht vom 27.03.2026
Region
Elektronische Patientenakte: Chancen und Bedenken
Die elektronische Patientenakte (ePA) verspricht eine Revolution im Umgang mit Gesundheitsdaten. Doch viele Menschen nutzen sie nicht, obwohl sie zahlreiche Vorteile bietet. Ein Vortrag der vhs Neuwied soll Licht ins Dunkel bringen.
VHS Neuwied. Foto: Wolfgang TischlerNeuwied. Seit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) haben Bürger die Möglichkeit, ihre Gesundheitsdaten jederzeit einzusehen und zentral zu verwalten. Dennoch zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale, dass 71 Prozent der Befragten ihre ePA nicht nutzen. Viele geben an, sich bisher nicht näher damit beschäftigt zu haben, wobei Gründe wie fehlender Nutzen, Datenschutzbedenken und die empfundene Komplexität der Anwendung genannt werden.

Um diese Vorbehalte abzubauen, lädt die vhs Neuwied am Mittwoch, den 15. April, um 17.30 Uhr zu einem kostenfreien Vortrag ein. Die Veranstaltung, die im Amalie-Raiffeisen-Saal in der Heddesdorfer Straße 33 stattfindet, richtet sich an alle Interessierten, die sich unabhängig über die ePA informieren möchten. Der Vortrag erklärt praxisnah, wie die ePA funktioniert und welche Vorteile sie bietet, etwa die Speicherung von Befunden, Röntgenbildern und Medikamentenplänen auf dem Handy.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Datenschutz: Nutzer können selbst entscheiden, welche medizinischen Einrichtungen Zugriff auf ihre Daten erhalten. Ziel des Vortrags ist es, Unsicherheiten auszuräumen und den Teilnehmern das Wissen zu vermitteln, ihre Gesundheitsdaten eigenständig zu verwalten. Eine Anmeldung zur Teilnahme wird aus Planungsgründen empfohlen und kann online, per E-Mail oder direkt vor Ort erfolgen.

Ab dem 5. Mai bietet die vhs Neuwied zudem den Kurs "Gesundheit-Apps sicher & sinnvoll nutzen" an, der weitere digitale Hilfsmittel im Gesundheitsbereich thematisiert. Red
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