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Pressemitteilung vom 26.03.2026
Region
Korridorsanierung am rechten Rhein: Ersatzbusse sichern Nahverkehr bis Dezember 2026
Ab 10. Juli 2026 wird die rechte Rheinstrecke für mehrere Monate gesperrt, weil die Bahn umfangreich saniert. Betroffen sind zahlreiche Regionalverbindungen, dazu kommen Änderungen im Fern- und Güterverkehr. Ein abgestimmtes Ersatzkonzept mit Bussen soll die Mobilität in der Region sichern.
Symbolbild. (KI-generiert)Troisdorf/Unkel. Die DB InfraGO startet in wenigen Monaten mit der dritten Korridorsanierung in Nordrhein-Westfalen. In der Zeit vom 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 bündeln die Bauteams auf der vielbefahrenen rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf, Koblenz und Wiesbaden ein großes Bauvolumen und arbeiten zeitgleich an Gleisen, Weichen, Stellwerken, Brücken, Oberleitung und Bahnhöfen. Um die fünfmonatige Streckensperrung bestmöglich zu nutzen, finalisieren die Bauteams zudem einen Großteil des S-13-Ausbaus zwischen Troisdorf und Bonn. Damit Fahrgäste während der Bauzeit weiterhin mobil bleiben, hat die DB InfraGO in Abstimmung mit go.Rheinland, dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) sowie den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen ein Ersatzkonzept für den Nahverkehr erarbeitet.

Das Bauprogramm im Überblick
Während der intensiven Bauzeit von Juli bis Dezember erneuert die DB InfraGO auf dem nordrhein-westfälischen Streckenabschnitt zwischen Troisdorf und Unkel rund 37 Kilometer Gleis, 54 Weichen sowie 14 Kilometer der Oberleitung oder setzt sie umfassend instand. Außerdem wird die gesamte Strecke mit moderner Leit- und Sicherungstechnik ausgestattet. Darüber hinaus schließen die Teams den Neubau der Eisenbahnüberführung an der Drachenfelsstraße in Königswinter ab.

Neben den Arbeiten an der Strecke setzt die DB InfraGO auf die Sanierung der Bahnhöfe in Niederdollendorf, Königswinter, Rhöndorf und Bad Honnef. Im Fokus stehen die barrierefreie Modernisierung und eine optisch attraktivere Gestaltung der Stationen.

S-13-Ausbau bis Bonn-Beuel
Parallel zur Korridorsanierung steht für den Ausbau der S 13 ein umfangreiches Baupaket an. Mit dem Ende der Bauarbeiten zum Fahrplanwechsel 2026/27 wird die Infrastruktur zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel auf 80 Prozent der Ausbaustrecke rundum erneuert und erweitert sein. Damit werden Voraussetzungen für den S-Bahnverkehr zwischen Bonn und dem Flughafen Köln/Bonn geschaffen. Sanierung und Ausbau sollen im Zusammenspiel die hochbelastete Strecke langfristig verlässlicher und leistungsfähiger machen, Störungen und Verspätungen sollen sich deutlich reduzieren.

Busse statt Bahnen im Nahverkehr
Für den Bauzeitraum kommt auf den betroffenen Nahverkehrslinien im nördlichen Abschnitt der Strecke, RE 8 und RB 27, ein Ersatzverkehr mit Bussen zum Einsatz. Neben Bussen, die alle Haltestellen anfahren, verkehren auf nachfragestarken Abschnitten Schnellbusse. Die Busse sind in unterschiedlichen Takten von 15 bis 30 Minuten unterwegs.

Für die Ersatzverkehre wurden einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Diese Farbe findet sich in den Fahrzeugen sowie an den Ersatzhaltestellen wieder. Wegeleitung, Sitzmobiliar und Wartehallen sind einheitlich gestaltet. Die neuwertigen und barrierefrei zugänglichen Fahrzeuge bieten Stauraum für Gepäck und verfügen über WLAN an Board.

Fahrplanänderungen bei Nah-, Fern- und Güterzügen
Im Nahverkehr enden die Züge der Linien RE 8 und RB 27 aus Richtung Mönchengladbach ab 10. Juli in Troisdorf und ab 11. September in Köln Messe/Deutz. Linksrheinisch fallen die Züge der Linie RB 30 zwischen Remagen und Bonn Hauptbahnhof sowie die Verstärkertakte der Linie RB 48 zwischen Köln und Bonn aus. Auf der Siegstrecke entfällt die S 19 zwischen Blankenberg und Au (Sieg), zudem verkehren die Fahrten ab Köln/Bonn Flughafen bzw. Troisdorf nur noch im Stundentakt. Außerdem kommt es zu vereinzelten Anpassungen und Ausfällen auf der Linie RE 9.

Die Züge des Güterverkehrs werden über diverse Strecken, u.a. über den linken Rhein und die Siegstrecke, umgeleitet. Hieraus ergeben sich die genannten Ausfälle im Nahverkehr auf der linken Rheinstrecke sowie der Siegstrecke.

Im Fernverkehr sind Umleitungen und teilweise Ausfälle erforderlich. Zwischen Mainz, Koblenz, Bonn und Köln fährt jeweils noch ein Fernverkehrszug je Stunde und Richtung. Die Züge zwischen Berlin und Bonn sowie zwischen Norddeich Mole und Koblenz starten und enden in Köln. In Abstimmung mit der Stadt Bonn wird die Stadtbahnlinie 66 zwischen Ramersdorf und Königswinter Clemens-August-Str. auf einen Zehn-Minuten-Takt verdichtet. In Rheinland-Pfalz und Hessen kommt es zu weiteren Änderungen im Nah- und Güterverkehr.

Informationen für Fahrgäste online und vor Ort
Über das Verkehrskonzept im Nahverkehr können Fahrgäste sich in Kürze online informieren. Dort findet sich voraussichtlich ab Anfang April neben dem Liniennetzplan des Busersatzverkehrs auch eine detaillierte Auflistung der Einschränkungen im Zugverkehr. Die Änderungen sind bereits auf www.bahn.de sowie in der App DB Navigator eingearbeitet. Zusätzlich soll auf zuginfo.nrw eine Übersicht aller Anpassungen im Nahverkehr verfügbar sein. Im Vorfeld informiert die DB außerdem über Banner, Plakate, Aufkleber und Ansagen in den Zügen. Weitere Informationen rund um die Bauarbeiten zwischen Troisdorf und Wiesbaden stehen unter db.de/rechterrhein-nrw. (PM/bearbeitet durch Red)

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