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Nachricht vom 14.03.2026
Region
Ein Jahr für Umweltbildung und Artenschutz im Zoo Neuwied
In Rheinland-Pfalz stehen viele Schülerinnen und Schüler vor der Frage, wie es nach den Prüfungen weitergeht. Eine spannende Möglichkeit bietet das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) im Zoo Neuwied. Franziska Waked, Leiterin der Zooschule, berichtet von ihren Erfahrungen und den vielfältigen Chancen, die ein solches Jahr bietet.
Foto: Zoo NeuwiedNeuwied. Am 13. März 2026 begannen in Rheinland-Pfalz die mündlichen Abiturprüfungen, während auch die zentralen Prüfungen zum Abschluss der 10. Klasse bevorstehen. Viele Jugendliche sind sich unsicher, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen sollen. Die Biologin Franziska Waked erklärt: "Viele wissen bisher nicht genau, welcher Ausbildungsberuf zu ihnen passt. Und auch junge Menschen, die studieren möchten, haben nach dem Abitur oft das Bedürfnis, zunächst etwas anderes zu machen, bevor sie direkt an der Universität weitermachen."

Franziska Waked entschied sich 2007 für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Zoo Neuwied. "Das Freiwillige Soziale Jahr, das FSJ, das man zum Beispiel in Kitas oder anderen sozialen Einrichtungen machen kann, kennen viele. Meine Interessen lagen aber stärker im Bereich Natur und Umwelt", berichtet sie. Das FÖJ wird auf Landesebene organisiert und bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, darunter Zoos, Bauernhöfe und Umweltschutzorganisationen. "Ich habe mich damals für den Zoo entschieden, weil man hier nicht nur in der Tierpflege mitarbeiten kann, sondern auch Einblicke in die Umweltbildungsarbeit der Zooschule bekommt", sagt Waked.

Die Kombination aus verschiedenen Arbeitsbereichen macht das FÖJ im Zoo Neuwied besonders attraktiv. "Inzwischen bieten wir jedes Jahr drei bis vier FÖJ-Plätze an. Insgesamt haben so bereits mehr als 50 junge Menschen nach ihrer Schulzeit erste berufliche Erfahrungen bei uns gesammelt", berichtet Waked. Einige von ihnen blieben für eine Ausbildung in der Zootierpflege, während andere ihr Interesse an Natur- und Umweltthemen vertieften und sich für ein Studium in Bereichen wie Forstwirtschaft, Biologie oder Tiermedizin entschieden. "Auch in unserem Team gibt es dafür Beispiele – unter anderem unsere stellvertretende Zoodirektorin, die nach ihrem FÖJ ihren weiteren beruflichen Weg in diese Richtung eingeschlagen hat", fügt die Biologin hinzu. Red
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