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Nachricht vom 14.03.2026
Kultur
Lachen garantiert: Jubiläums-Krimi-Komödie der Theatergruppe Urbach "Hände hoch, wir sch(l)ießen"
Seit 20 Jahren bringt die Theatergruppe im Kirchspiel Urbach ihr Publikum zum Lachen. Auch im Jubiläumsjahr setzen die Schauspieler auf ihr bewährtes Prinzip der Komödien-Darstellung an mehreren Spielorten. Der Titel „Hände hoch, wir sch(l)ießen“ lässt bereits auf kriminell lustige Szenen hoffen. Tatsächlich haben die Mimen das Stück von Regina Harlander um aktuelle Gags wie ausgeraubte Schließfächer ergänzt.
Fotos: Wolfgang TischlerUrbach. Bei der Premiere am Freitagabend, 13. März, standen die altbekannten Stars der Schauspielgruppe wieder auf der Bühne. Routinier Anke Marmé, die seit der ersten Stunde in tragender Rolle mitwirkt, verkörpert Melanie Geschwind, die mit ihrer Kollegin Betty Klein alias Doro Deneu in der Urbacher „Sparbank“ arbeitet. Ihre Arbeit besteht vorwiegend aus gegenseitigem Frisieren, Nägel feilen und Ebay-Handel. Der beschauliche Arbeitsalltag wird hin und wieder durch den anspruchsvollen Bankleiter Gustav Eisenreich, dargestellt von Hans Nussbaum und das penetrante Telefon gestört. Das Telefon klingelt regelmäßig dann, wenn Melanie Besseres zu tun hat, aber diese hat sich diverse Strategien zum Abwimmeln lästiger Kunden ausgedacht.

Zu den Kunden, die gelegentlich in die Urbacher Filiale hereinschneien, gehören die betuchte Frau von Reichenstein, gespielt von Brigitte Himmerich und der ewige Pleitier Fritz aus der Wiesenstraße. Martin Fleckner brilliert in der Rolle des etwas unterbelichteten, arbeitsscheuen Bittstellers. Antje Fleckner dagegen darf Verstand, Witz und Selbstbewusstsein zeigen als Reinigungskraft Olga Wischnewski. Mit der Aussage: „Muss ich immer putzen!“, wuselt sie in der Bank herum und bekommt alles mit, was dort geschieht.

Ein wirklich durchtriebener Spion ist Anton Hurtig, Vermieter und Hausmeister in Personalunion. Der Mann mit dem Werkzeugkoffer wird von Neuzugang Roland Heide dargestellt. Hurtig weiß als Erster, dass dem Personal der Sparbank Ungemach droht, weil eine Kundenumfrage miserable Ergebnisse für dieses Finanzinstitut erbrachte, während die konkurrierende Urbacher „Raffeisenbank“ an Kundenzufriedenheit gewann. Deren einfallsreichen Leiterin Augusta Geldmacher alias Madleen Bonse gelingt es, die wichtige Frau von Reichenstein abzuwerben. Die Angst vor dem Verlust seiner wichtigsten Kundin aktiviert die Kampfeslust des Bankchefs Eisenreich.

Von der Hauptgeschäftsstelle kommt die berüchtigte Revisorin Martha Pfahl, um Geschäfts-Bücher und -gebaren der Urbacher zu prüfen. Heike Dilthey und Kerstin Knop wechseln sich in dieser Rolle ab. Pfahls dauergestresste Assistentin Melissa Geist wird von Irina Reusch gespielt. Die Angst um ihre Arbeitsplätze lässt die drei Sparbänker einen genialen Rettungsplan entwerfen. Klar, dass so etwas auf der Urbacher Bühne zu herrlichen Verwicklungen führt.

Zur Theatergruppe gehört auch als „Ansage“ Jule Fleckner. Für die Technik ist Justin Urban verantwortlich, für die Maske Sabrina Zipp, fürs Soufflieren Frauke Zerres.

Die Aufführungen finden wie üblich an drei verschiedenen Orten statt: Vom 14. bis 15. März 2026 gastiert die Gruppe in der alten Turnhalle in Urbach, gefolgt vom KuJu Oberhonnefeld vom 10. bis 12. April 2026. Den Abschluss bildet die Spielzeit vom 24. bis 26. April 2026 in der Sängerhalle in Brückrachdorf. An allen Veranstaltungsorten beginnen die Vorstellungen freitags und samstags um 20 Uhr sowie sonntags um 15 Uhr. Der Einlass erfolgt jeweils eine Stunde vor Beginn. htv

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