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| Pressemitteilung vom 14.03.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Wahlkampf in Rheinland-Pfalz: Angriffe und Vandalismus nehmen zu |
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| Der Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz nähert sich seinem Höhepunkt. In diesem Kontext verzeichnet das Landeskriminalamt eine Vielzahl an Straftaten, die im Zusammenhang mit dem Wahlkampf stehen. |
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Rheinland-Pfalz. Das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt (LKA) hat bisher 271 Straftaten im Zuge des Landtagswahlkampfes registriert. Diese umfassen vier Körperverletzungen, eine Nötigung, vier Bedrohungen und 15 Beleidigungen. Auch Beschädigungen von Wahlplakaten werden erfasst. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2025 wurden in Rheinland-Pfalz insgesamt 558 Straftaten gemeldet.
Keine körperlichen, aber verbale Angriffe mussten SPD-Wahlkämpfer ertragen, so eine Sprecherin der Partei. Vandalismus bei Plakaten habe zugenommen und betreffe alle Parteien gleichermaßen. "Alles: Runterreißen, draufschreiben, überkleben", beschrieb sie die Vorfälle.
Die CDU berichtet von einer Zunahme von Schmierereien und Vandalismus bei Plakaten und Großflächen. Auch die Landesgeschäftsstelle in Mainz wurde zweimal attackiert. "Seien es Eier oder Beleidigungen per Graffiti, solche Attacken vergiften den demokratischen Wettbewerb immer weiter", sagte eine CDU-Sprecherin.
Die Grünen berichten von wenigen persönlichen Angriffen und haben einige Fälle in sozialen Medien zur Anzeige gebracht. Im Vergleich zur Bundestagswahl sei die Häufigkeit solcher Angriffe ähnlich oder sogar rückläufig. Der Grünen-Sprecher betonte, dass Vandalismus eine strafbare Sachbeschädigung sei und nicht toleriert werde. Plakate im ganzen Bundesland seien bemalt oder beschädigt worden, auf einem ähnlichen Niveau wie 2025.
Die AfD meldet vereinzelt Aggressionen und Angriffe, wobei Vandalismus regional unterschiedlich ausgeprägt sei. Die FDP beobachtet einen aggressiveren Ton im Internet und mehr Beiträge dieser Art. "Insgesamt beobachten wir, dass die Hemmschwelle für persönliche Angriffe und pauschale Beschimpfungen in sozialen Netzwerken weiter sinkt", so ein FDP-Sprecher. Der Vandalismus bei Wahlplakaten sei vergleichbar mit früheren Wahlkämpfen, jedoch hätten politisch motivierte Schmierereien und Überklebungen zugenommen.
Die Linke musste mancherorts viele Plakate erneut aufhängen. "Wir sind froh, dass es bisher nur sehr vereinzelt zu niedrigschwelligen Drohungen kam, wie beispielsweise Hupen aus einem Fahrzeug oder Mittelfinger", sagte ein Sprecher der Linken. Die Zerstörung von Plakaten variiere regional stark.
Joachim Streit, Spitzenkandidat der Freien Wähler, berichtete von keinen Aggressionen im Wahlkampf und nur wenigen Fällen von zerstörten Plakaten. (dpa/bearbeitet durch Red)
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