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| Pressemitteilung vom 11.03.2026 |
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| Forum Unkel über Katharina Focke: Eine Wegbereiterin für Europa |
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| Am 10. März 2026 beleuchtete der Historiker Tom Hillebrand im Willy-Brandt-Forum in Unkel das Leben von Katharina Focke, einer bedeutenden Persönlichkeit der europäischen Politik. Sie war eine Frau, die Verantwortung für Europa übernahm und dabei pragmatisch und zielorientiert vorging. |
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Unkel. Am Abend des 10. März stellte der Historiker Tom Hillebrand im Willy-Brandt-Forum Unkel Katharina Focke vor, eine Frau, die durch ihr politisches Engagement Verantwortung in und für Europa übernahm. Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch Scott Krause, gefolgt von einem Vortrag Hillebrands, der das Leben und Wirken Fockes beleuchtete.
Focke engagierte sich zunächst in der überparteilichen Europa Union und trat 1964 nach reiflicher Überlegung der SPD bei. Ihre politische Karriere begann im Landtag von Nordrhein-Westfalen, wo sie von 1966 bis 1969 tätig war und sich auf europäische und soziale Fragen konzentrierte. Nach ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag 1969 ernannte Willy Brandt sie zur Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeskanzleramt. Im Jahr 1972 wurde sie zur Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit ernannt.
Hillebrand betonte, wie Fockes Erziehung in verschiedenen europäischen Ländern ihre Sichtweise prägte. In einer Zeit, in der dies noch nicht selbstverständlich war, lebte sie als überzeugte Europäerin.
Im Anschluss an den Vortrag diskutierten Tom Hillebrand und Karsten Brenner, Fockes persönlicher Referent ab 1969, über ihren Pragmatismus und ihre Arbeitsweise. Focke lud zu Beginn informell dazu ein, Europapolitik gemeinsam zu gestalten. Hillebrand untermauerte diese Einschätzung mit Archivmaterialien, die ihren Ansatz bestätigen. Sowohl Hillebrand als auch Brenner hoben hervor, wie Focke es verstand, ihren pragmatischen Ansatz mit langfristigen Zielen zu verbinden. Ihr Engagement zeichnete sich dadurch aus, dass sie über bloße Absichtserklärungen hinausging.
Die Veranstaltung war eine Zusammenarbeit der Bürgerstiftung Unkel "Willy-Brandt-Forum" und der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung. |
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| Pressemitteilung vom 11.03.2026 |
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