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Nachricht vom 10.03.2026
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Finanzamt Neuwied: 1,2 Milliarden Euro Steuereinnahmen 2025 erzielt
Das Finanzamt Neuwied hat im Jahr 2025 erneut beachtliche Einnahmen erzielt. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Lohnsteuer die bedeutendste Quelle. Die Digitalisierung schreitet voran, um Effizienz und Bearbeitungszeiten zu verbessern.
Wiebke Thelen und Andreas Frank stellten die aktuellen Zahlen vor. Foto: Wolfgang TischlerNeuwied. Das Finanzamt Neuwied verzeichnete im Jahr 2025 Steuereinnahmen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro, wie Wiebke Thelen und Andreas Frank auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Jahreszahlen berichteten. Diese Summe stellt einen minimalen Rückgang um zwei Millionen Euro im Vergleich zu 2024 dar. Mit über 466 Millionen Euro war die Lohnsteuer die größte Einnahmequelle, gefolgt von der Umsatzsteuer mit 411 Millionen Euro. Insgesamt belief sich das Steueraufkommen in Rheinland-Pfalz auf 34,5 Milliarden Euro.

Im Jahr 2025 wurden vom Finanzamt Neuwied 69.316 Einkommensteuerbescheide ausgestellt. In 1.977 Fällen legten Steuerpflichtige Einspruch ein. In 12,7 Prozent dieser Fälle wich das Finanzamt von den ursprünglichen Erklärungen ab, was zu einem Mehrergebnis von 15,3 Millionen Euro führte. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer betrug zuletzt 69 Kalendertage.

Die Einnahmen aus Steuern finanzieren wichtige öffentliche Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Sicherheit und werden auf Bund, Länder und Kommunen verteilt. Um die Arbeitsabläufe weiter zu optimieren, werden Papiererklärungen gescannt und nicht mehr direkt im Service-Center bearbeitet. Bürger werden ermutigt, ihre Steuererklärungen elektronisch über das ELSTER-Programm oder andere Steuersoftware einzureichen. Im Jahr 2025 wurden 80,7 Prozent der Einkommensteuererklärungen elektronisch übermittelt.

Die Veranlagungsstellen des Finanzamts Neuwied bearbeiteten neben den Einkommensteuerveranlagungen auch Feststellungsbescheide, Gewerbesteuermessbescheide und Umsatzsteuerbescheide. Die Durchlaufzeit für Körperschaftsteuerveranlagungen erhöhte sich leicht von 92 Tagen im Jahr 2024 auf 100 Tage im Jahr 2025. Zudem wurden in den Rechtsbehelfsstellen 1.024 Einsprüche und 31 Klagen vor dem Finanzgericht bearbeitet.

Bei den Grundsteuerbescheiden gab es eine ganze Reihe von Einsprüchen. Von den insgesamt 16.704 Einsprüchen sind 5092 erledigt. Der überwiegende Rest bezieht sich auf formale gesetzliche Vorgaben. Hier müssen Entscheidungen des Gesetzgebers und der zuständigen Gerichte abgewartet werden.

Für das Ausbildungsjahr 2026 sind sechs Auszubildende eingestellt und sieben Anwärter für das duale Studium. Hierfür können noch Bewerbungen eingereicht werden. woti

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