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| Nachricht vom 06.03.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Frauen in Rheinland-Pfalz: Längeres Leben, weniger Chefposten |
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| Am Sonntag, 8. März, wird weltweit der Internationale Frauentag begangen. Dies ist ein Anlass, einen genaueren Blick auf die Lebenssituation von Frauen in Rheinland-Pfalz zu werfen und sie mit ihren männlichen Mitbürgern zu vergleichen. |
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Rheinland-Pfalz. Die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz besteht zur Hälfte aus Frauen - Ende 2024 lebten etwa 4,13 Millionen Menschen im Bundesland, davon 50,5 Prozent Frauen. Im Durchschnitt sind diese 48 Jahre alt. Mädchen, die heute geboren werden, haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83 Jahren, während Jungen auf 78,6 Jahre kommen. Mit zunehmendem Alter wächst der Frauenüberschuss, besonders deutlich wird dies bei den über 90-Jährigen.
Hochzeit, Kinder und Erziehung
Frauen in Rheinland-Pfalz heiraten durchschnittlich mit 32 Jahren und sind damit etwa zweieinhalb Jahre jünger als Männer bei der Hochzeit. Bei der Geburt ihres ersten Kindes sind sie im Schnitt 30,1 Jahre alt. Der Trend zu späteren Geburten setzt sich fort: Der Anteil der Mütter über 30 ist in den letzten zehn Jahren von 56 auf 63 Prozent gestiegen. Zudem sind 84 Prozent der Alleinerziehenden Frauen.
Höhere Bildungsabschlüsse, mehr Teilzeit, weniger Führungspositionen
Rheinland-pfälzische Frauen erzielen höhere Bildungsabschlüsse als Männer: 38 Prozent der jungen Frauen machen Abitur, im Vergleich zu 29 Prozent der Männer. In den Schulen dominieren Lehrerinnen, insbesondere an Grundschulen, wo fast 90 Prozent des Lehrpersonals weiblich sind.
Mehr als jede zweite erwerbstätige Frau in Rheinland-Pfalz arbeitet in Teilzeit - das sind 52 Prozent der Frauen, während dieser Anteil bei Männern nur 11 Prozent beträgt. Frauen sind seltener in Führungspositionen vertreten, ihr Anteil liegt bei lediglich 30 Prozent. Trotz vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit verdienen Frauen pro Stunde im Schnitt 6 Prozent weniger als Männer.
Weniger Verkehrsunfälle und Straftaten
Frauen sind häufiger armutsgefährdet, ihre Quote lag 2024 bei 18 Prozent gegenüber 15,7 Prozent bei Männern. Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden sind Frauen mit 34 Prozent unterrepräsentiert. Auch vor Gericht stehen sie seltener - nur ein Fünftel der Verurteilten 2024 waren Frauen. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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| Nachricht vom 06.03.2026 |
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