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Nachricht vom 28.02.2026
Politik
Fachtag in Neuwied: Unsichtbare Beeinträchtigungen im Fokus
Kinder mit unsichtbaren Beeinträchtigungen stehen oft vor besonderen Herausforderungen. In Neuwied fand ein Fachtag zum Thema Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) statt, der auf großes Interesse stieß.
Franziska Klein vom städtischen Jugendamt begrüßte das Fachpublikum im Namen des Netzwerks Kinderschutz, bevor sie das Wort an Referentin Christina Heib übergab.  Foto: Melanie Lange
Neuwied. Der Fachtag zur Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD), organisiert vom Netzwerk Kinderschutz der Stadt und des Kreises Neuwied, zog rund 130 Fachkräfte an. Anlass war die bundesweite COA-Aktionswoche, die sich mit den Lebenssituationen von Kindern aus suchtbelasteten Familien auseinandersetzt. Franziska Klein vom städtischen Jugendamt und Laura Rockenfeller vom Kreisjugendamt leiteten die Veranstaltung unter dem Motto "Wir werden sichtbar".

Das breite Spektrum der Teilnehmenden - darunter Fachkräfte aus Kitas, Schulen, Beratungsstellen und anderen Institutionen - verdeutlichte die Relevanz des Themas. Christina Heib vom BINE Beratungs- und Informationsnetzwerk für FASD referierte über die Ursachen und Auswirkungen von FASD sowie über notwendige Rahmenbedingungen in der Betreuung. Bürgermeister Peter Jung hob die gesellschaftliche Verantwortung hervor: "FASD ist ein sensibles Thema, aber es darf kein Tabuthema sein. Wir müssen offen darüber sprechen. Die betroffenen Kinder können nichts für ihre Lage. Sie brauchen Verständnis ohne Vorurteile und verlässliche Unterstützung."

FASD, verursacht durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft, gehört zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland. Die Beeinträchtigungen sind oft nicht sofort erkennbar, was eine besondere Herausforderung darstellt. Kinder mit FASD gelten schnell als unkonzentriert oder verhaltensauffällig, benötigen jedoch klare Strukturen und Unterstützung.

Für die Stadt Neuwied als kinderfreundliche Kommune ist es wichtig, auch Kinder mit unsichtbaren Beeinträchtigungen in den Blick zu nehmen. Der Fachtag zeigte, dass Offenheit, Wissen und Vernetzung entscheidende Schritte sind, um betroffene Familien zu unterstützen und Prävention zu fördern. Red
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