| NR-Kurier |
| Ihre Internetzeitung für den Kreis Neuwied |
|
| Pressemitteilung vom 28.02.2026 |
|
| Region |
| Debatte um Neuwieder Bahnhof: Baukultur trifft auf moderne Nachhaltigkeit |
|
| Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland plädiert für eine Rekonstruktion des historischen Bahnhofs in Neuwied. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Baukultur und Nachhaltigkeit vereint werden können. |
|
Neuwied. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland äußerte sich erneut zur Zukunft des Neuwieder Bahnhofs. Bereits zuvor hatte der Verband eine Rekonstruktion des historischen Bahnhofsgebäudes befürwortet. Der Hintergrund dieser Forderung ist die Überzeugung, dass ein solches Bauwerk durch seine Maßstäblichkeit, Proportion und architektonische Qualität einen identitätsstiftenden Beitrag zur Stadt leisten könnte.
Angesichts der aktuellen Planungen, ein standardisiertes Modulgebäude zu errichten, hebt der Verband hervor, dass Nachhaltigkeit nicht nur in der Wahl der Konstruktion besteht. "Ein Bahnhof ist weit mehr als ein Funktionsbau", betont der Verband. Er sei das Eingangstor einer Stadt und präge über Jahrzehnte das Stadtbild. Eine nachhaltige Bauweise müsse daher auch Dauerhaftigkeit, Akzeptanz und Identifikation umfassen.
Zusammenarbeit von Nachhaltigkeit und Baukultur
Der Verband bleibt bei seiner Überzeugung, dass eine am historischen Vorbild orientierte Wiedererrichtung des Bahnhofs in moderner, energieeffizienter Bauweise den städtebaulichen Anforderungen Neuwieds besonders gerecht würde. Holz-Hybridkonstruktionen, integrierte Photovoltaik, Wärmepumpentechnik und hohe energetische Standards könnten mit einer anspruchsvollen architektonischen Gestaltung verbunden werden.
Das vorgestellte Visualisierungskonzept des Verbands zeigt, wie ein rekonstruiertes Gebäude in heller, sandfarbener Fassadengestaltung mit zeitgemäßer Dachdeckung und nachhaltiger Technik aussehen könnte. Dieses Konzept soll verdeutlichen, dass Klimaschutz und Baukultur keine Gegensätze sind.
Der Verband spricht sich für eine ganzheitliche Betrachtung aus. Bei einem Neubau sollte nicht allein die Standardisierung im Vordergrund stehen. Auch die städtebauliche Wirkung und die langfristige Identität des Ortes verdienen Berücksichtigung. Das Anliegen des Verbands versteht sich als Ergänzung zur Nachhaltigkeit - ökologische, ökonomische und kulturelle Aspekte sollen gemeinsam gedacht werden. (PM/Red) |
|
| Pressemitteilung vom 28.02.2026 |
www.nr-kurier.de |
|
|
|
|
|
|