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Pressemitteilung vom 28.02.2026
Region
Stadt und Kreis Neuwied fordern verlässliche Finanzierung der Schulsozialarbeit
In einem Appell an den Bildungsminister von Rheinland-Pfalz fordern Stadt und Kreis Neuwied eine verlässliche Finanzierung der Schulsozialarbeit. Bürgermeister Peter Jung und Landrat Achim Hallerbach betonen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen.
In einem gemeinsam formulierten und unterzeichneten Schreiben an den rheinland-pfälzischen Bildungsminister Sven Teuber fordern Bürgermeister Peter Jung und Landrat Achim Hallerbach eine verlässliche Finanzierung der Schulsozialarbeit. Ein Appell, der auch die Zustimmung der Jugendamtsleiter von Kreis und Stadt Neuwied, Uwe Kukla (rechts) und Bernhard Fuchs (links), findet. (Foto: Thomas Herschbach)Kreis Neuwied. Angesichts steigender Anforderungen und Kosten in der Schulsozialarbeit haben Bürgermeister Peter Jung und Landrat Achim Hallerbach ein gemeinsames Schreiben an Bildungsminister Sven Teuber verfasst. Darin fordern sie eine substanziell höhere Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz. "Der Bedarf an den Schulen ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Kommunen haben mit erheblichem eigenem Engagement Strukturen aufgebaut. Diese müssen dauerhaft abgesichert werden", erklärt Bürgermeister Jung. Er hebt hervor, dass Schulsozialarbeit für viele Kinder und Familien ein entscheidender Anker im Schulalltag sei.

Landrat Hallerbach weist auf die gemeinsame Verantwortung von Land und Kommunen hin: "Landkreise und Städte haben diese Gewährleistung bereits vielfach übernommen. Unser Engagement darf aber nicht dazu führen, dass wir dauerhaft die Hauptlast der Finanzierung tragen müssen." Er fordert eine Lösung aus Mainz, die Planungssicherheit bietet und bestehende kommunal finanzierte Stellen vollständig berücksichtigt.

Vorschläge seitens Stadt und Kreis Neuwied
Stadt und Kreis Neuwied plädieren zudem für eine einheitliche Förderstruktur über alle Schulformen hinweg. Unterschiedliche Regelungen führten zu Ungleichgewichten und erschwerten die Planung. Eine landesweit vergleichbare Förderung müsse angestrebt werden. Die Finanzierung solle regelmäßig angepasst werden, um Tarifsteigerungen, steigende fachliche Anforderungen und den Fachkräftebedarf zu berücksichtigen. Eine feste Pauschale könnte langfristig zu einer Unterfinanzierung führen.

Die operative Steuerung sowie die Fach- und Dienstaufsicht sollen weiterhin beim örtlichen Träger der Jugendhilfe verbleiben. Spezifische Bedarfe einzelner Schulen sollten vom Land sichergestellt werden. Ergänzend schlagen Jung und Hallerbach einen landesweiten Fachausschuss vor, der Qualitätsstandards entwickelt und die Förderstruktur regelmäßig überprüft.

Bereitschaft mitzuarbeiten
Abschließend betonen Landrat Hallerbach und Bürgermeister Jung die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Land, um eine verlässliche Regelung zu finden, die sowohl Kinder und Jugendliche unterstützt als auch die Kommunen finanziell entlastet. (PM/Red)
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