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| Nachricht vom 25.02.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Mainz: Ministerin Eder warnt vor Folgen der gelockerten Heizungsregeln |
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| In Rheinland-Pfalz sorgt die geplante Neufassung des Heizungsgesetzes für hitzige Diskussionen. Während die Grünen-Politikerin Katrin Eder vor den Folgen warnt, sieht die CDU darin einen notwendigen Schritt. Wie werden sich die Änderungen auf Mieter und Eigentümer auswirken? |
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Mainz. Die rheinland-pfälzische Energie- und Klimaschutzministerin Katrin Eder hat die von der Bundesregierung geplante Neufassung des Heizungsgesetzes deutlich kritisiert. Ihrer Meinung nach sei die Entscheidung, Gas- und Ölheizungen weiterhin zu erlauben, eine klimapolitische Fehlentscheidung. "Diese 180-Grad-Wende ist nicht nur ökologisch riskant, sondern auch wirtschaftspolitisch kurzsichtig und sozial schädlich", so Eder. Sie befürchtet, dass Verbraucher, Handwerk und Industrie durch die neuen Regelungen verunsichert werden. Investitionen, Planungssicherheit und Arbeitsplätze könnten gefährdet sein.
Mit dem Wegfall der 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien bei neu eingebauten Heizungen werde das Gebäudeenergiegesetz faktisch entkernt, warnte die Ministerin weiter. Besonders betroffen seien Hunderttausende von Mietern in dicht besiedelten Städten, die kaum Einfluss auf ihre Wärmeversorgung hätten. Diese könnten künftig verstärkt auf teure Gaslösungen angewiesen sein und unter steigenden Preisen leiden.
Im Gegensatz dazu lobt CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder die Reform als überfälligen Schritt. Er betonte: "Wir beenden eine Politik, die den Menschen bis in den Heizungskeller hinein Vorgaben gemacht hat." Auch der Eigentümerverband Haus und Grund begrüßte die Abschaffung des bisherigen Gesetzes, da es neue Möglichkeiten für den Klimaschutz im Gebäudesektor eröffne.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche verteidigte die Reform im Deutschlandfunk. Laut Reiche soll das Gesetz mehr Entscheidungsfreiheit beim Heizungsaustausch ermöglichen. Die schwarz-rote Koalition hatte sich darauf geeinigt, dass Immobilienbesitzer weiterhin Öl- und Gasheizungen einbauen dürfen. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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