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| Pressemitteilung vom 25.02.2026 |
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| Region |
| Neuer Frauennotruf in Neuwied stärkt Hilfsangebote für Betroffene sexualisierter Gewalt |
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| In Neuwied hat ein neuer Frauennotruf seine Arbeit aufgenommen und bietet Frauen und Mädchen einen geschützten Anlaufpunkt. Vertreterinnen der SPD-Landtagsfraktion informierten sich vor Ort über das Angebot. Die Einrichtung schließt eine wichtige Lücke im regionalen Hilfesystem. |
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Neuwied. In der Augustastraße in Neuwied wurde kürzlich ein neuer Frauennotruf eröffnet. Die modern ausgestatteten Räumlichkeiten bieten betroffenen Frauen direkte Unterstützung sowohl im persönlichen Gespräch als auch telefonisch. Zielgruppe des Angebots sind Frauen und Mädchen ab 14 Jahren, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind.
Unterstützung und Beratung vor Ort
Die Fachberatungsstelle bietet vertrauliche und kostenfreie Hilfe. Zum Leistungsspektrum gehören Beratung, Krisenintervention sowie Begleitung in gerichtlichen Verfahren. Für viele Betroffene stellt der Frauennotruf den ersten sicheren Ort nach einer Gewalterfahrung dar. Die Einrichtung gilt damit als wichtiger Fortschritt sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene.
Erste Erfahrungen und Netzwerkarbeit
Die vor Ort tätigen Fachkräfte sowie die Vertreterin des Trägers berichteten über die ersten Erfahrungen seit der Eröffnung. Dabei wurde deutlich, dass die Beratungsarbeit sehr vielfältig ist und oft mit intensiven Gesprächen beginnt. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist das aufmerksame Zuhören und das Begleiten der Betroffenen in belastenden Situationen. Zudem spielt die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Netzwerken eine zentrale Rolle.
Bedeutung für Strafverfolgung und Prävention
Im Austausch mit den Besucherinnen wurde auch die Bedeutung der Strafverfolgung thematisiert. Gewalt gegen Frauen ist weit verbreitet und betrifft viele Lebensbereiche. Häufig geht sie vom aktuellen oder früheren Partner aus, nicht selten sind auch Kinder betroffen. Diese Erfahrungen können das gesamte weitere Leben der Betroffenen prägen und erfordern verlässliche Unterstützungsstrukturen.
Einbindung in landesweite Hilfestrukturen
Der neue Frauennotruf ist Teil eines umfassenden Hilfesystems für gewaltbetroffene Frauen in Rheinland-Pfalz. Aufbauend auf bestehenden Maßnahmen wie dem Landesaktionsplan und bundesweiten gesetzlichen Regelungen soll dieses Netzwerk weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, betroffenen Frauen schnell, niedrigschwellig und wirksam Hilfe anzubieten.
Nachhaltige Sicherung der Angebote
Vertreterinnen aus der Landespolitik unterstrichen die Verantwortung, diese Strukturen langfristig zu sichern. Neben Beratung und Akuthilfe spielen Prävention und Vernetzung eine wichtige Rolle. Der Frauennotruf in Neuwied leistet dazu einen wichtigen Beitrag und stärkt das bestehende Unterstützungsangebot in der Region. (PM/bearbeitet durch Red) |
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| Pressemitteilung vom 25.02.2026 |
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