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Pressemitteilung vom 22.02.2026
Region
Pflegekosten in Rheinland-Pfalz steigen weiter - Eigenanteil erreicht 3.222 Euro
Die finanzielle Belastung für pflegebedürftige Menschen in Rheinland-Pfalz nimmt weiter zu. Der monatliche Eigenanteil für einen Heimplatz ist erneut gestiegen und sorgt für Diskussionen im Landtag.
Symbolbild: Pixabay.Mainz. Der Eigenanteil, den Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen für einen Heimplatz in Rheinland-Pfalz zahlen müssen, ist um mehr als 200 Euro gestiegen und liegt nun bei 3.222 Euro pro Monat. Michael Wäschenbach, pflegepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, äußerte Bedenken: "Pflegebedürftige Menschen verdienen die bestmögliche Pflege in unserem Land, diese muss aber auch bezahlbar sein."

Wäschenbach betont, dass die kontinuierlichen Erhöhungen der Eigenanteile ein ernstes finanzielles Problem darstellen. Viele Betroffene könnten die Kosten aus eigenen Mitteln nicht mehr tragen. "Pflege in Rheinland-Pfalz wird immer teurer - Pflege droht zum Luxusgut zu werden", warnte er. Die Situation sei für Rheinland-Pfälzer besonders belastend im Vergleich zu anderen Bundesländern.

Der CDU-Politiker fordert das Land auf, die Investitionsförderung für stationäre Pflegeeinrichtungen wieder aufzunehmen, um die Eigenanteile zu begrenzen. Diese Förderung habe es in der Vergangenheit bereits gegeben, so Wäschenbach. Er kritisierte, dass Rheinland-Pfalz sich im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht an den Investitionskosten beteiligt habe, trotz mehrfacher Kritik von Fachverbänden, Experten und Betroffenen.

"Das Land hat entsprechende Anträge und Haushaltsmittel stets abgelehnt. Wir wollen das nach der Wahl ändern", sagte Wäschenbach abschließend. PM/Red
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