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| Nachricht vom 19.02.2026 |
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| Politik |
| Kandidat für die Landtagswahl 2026: Stefan Thoma (FDP) |
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| Am Sonntag, 22. März, stehen die rheinland-pfälzischen Landtagswahlen 2026 an. Doch wer sind die Direktkandidierenden, denen wir unsere Stimme geben sollen, was sind ihre Vorstellungen und Ziele für unsere Region? Die Kuriere haben nachgefragt und allen die gleichen Fragen geschickt. Hier die Antworten von Stefan Thoma (FDP) |
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Wahlkreis Neuwied. Unverfälscht und echt sollen die Antworten der Kandidierenden zur Landtagswahl sein. Deshalb sind alle Antworten original zitiert, ohne Bewertung, ohne Kommentar, ohne Kürzung oder Anmerkung. Die Aussagen der Politiker spiegeln nicht die Meinung der Kuriere wider, sondern ausschließlich die des Kandidierenden. Hier sind die Antworten von Stefan Thoma (FDP).
Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?
Ich habe mich bisher vor allem im Bildungsbereich engagiert. Als gelernter Lehrer ist Bildung für mich sowieso ein Herzensthema und ich habe lange genug mitansehen müssen, was im Bildungssystem alles schiefläuft. Leider habe ich auch gesehen, dass man aus dem Beruf selbst heraus nichts Entscheidendes ändern kann, sodass ich meine politische Aktivität oft im Scherz als "Notwehr" bezeichnet habe.
Zudem versuche ich schon von Beginn an, für eine moderne und zeitgemäße, aber eben realistisch umsetzbare Umwelt- und Naturschutzpolitik zu werben. Ich bin seit Kindestagen an in der Natur unterwegs und habe nicht umsonst Biologie mit dem Schwerpunkt Paläoökologie studiert. Im Gegensatz zu vielen anderen sehe ich die Umweltthematik aber vor allem als eine Frage der größeren Zusammenhänge, die sich nicht an einem bestimmten Gesetz oder einer Verordnung entscheidet, sondern an einer inneren Haltung zum Umgang mit der Natur. Ich möchte andere davon überzeugen, dass Umweltschutz kein Selbstzweck und keine Ersatzreligion ist, sondern Teil einer aktuellen, vernunftbasierten Wirtschafts- und Fortschrittspolitik sein kann - mit Technologie, Innovation und wirtschaftlichem Sachverstand.
Was muss sich in Rheinland-Pfalz dringend verändern?
Alles steht und fällt mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Landes. Und hier dürfen wir uns nicht selbst im Weg stehen! Wir müssen endlich formale Hürden abbauen und Verfahren beschleunigen. Unseren Unternehmen müssen wir die Freiheit schaffen, wieder maximal kreativ und innovativ Konzepte umsetzen zu können. Das Land muss hier als Ermöglicher und nicht als Verhinderer auftreten.
Was sollte sich ändern, damit die Gesundheitsversorgung im Wahlkreis stabil und zuverlässig bleibt?
Auch wenn es eine unangenehme Wahrheit ist, es kann nicht so weitergehen wie bisher, sondern braucht eine Reform. Die Krankenhausreform schreitet voran, aber es kann nicht sein, dass die Krankenhäuser schließen, bevor man für Ersatz gesorgt hat. Wir brauchen die geplanten Regio-Kliniken möglichst schnell, die ambulant die gewöhnliche Notaufnahme übernehmen können. Wir brauchen schnelle Fortschritte in der Telemedizin, um vor allem Haus- und Fachärzte zu entlasten. Ebenso müssen wir endlich wieder die Übernahme von Praxen auf dem Land attraktiver machen, indem wir Arztpraxen von Verwaltungsauflagen befreien, Übernahmen finanziell unterstützen und uns für eine andere Abrechnungspraxis einsetzen. Niedergelassene Ärzte sollen sich auf ihre Patienten konzentrieren können.
Was sind aus Ihrer Sicht die dringendsten Infrastrukturprobleme in Ihrem Wahlkreis (Straßen, Brücken, ÖPNV, digitale Netze) – und welche drei Projekte würden Sie in der nächsten Legislaturperiode priorisieren?
Wir müssen dringend den Glasfaser- und 5G-Netzausbau vorantreiben, damit eine Digitalisierung in anderen Bereichen auch tatsächlich funktioniert. Wir dürfen das auch nicht als großen Fortschritt betrachten, sondern als Schande, dass das bisher nicht selbstverständlich ist. Hier müssen wir vor allem den Anschluss auf den letzten Metern von der Straße zum Haus vermehrt ins Auge fassen und unterstützen.
Wir brauchen dringend eine Brücke nördlich von Neuwied über den Rhein. Das liegt zwar nicht direkt im Wahlkreis, entlastet aber die Brücken in Neuwied und Koblenz sowie die Zubringerstraßen wie beispielsweise die B256, B42 oder A48 und spart den Menschen der Region viele Fahrkilometer, Zeit und der Umwelt auch viele Emissionen. Zudem ermöglicht dies der heimischen Wirtschaft einfachere Anfahrtswege.
Als drittes Projekt würde ich gern die Wintersportanlagen im Kreis hervorheben, die eben nicht nur im Winter, sondern ganzjährig für weitere Sportarten wie beispielsweise Nordic Walking oder Rollskilanglauf genutzt werden können. Das stimuliert nicht nur den Tourismus, sondern bietet den Menschen auch Erholungs- und Betätigungsmöglichkeiten, aber auch Möglichkeiten für die Nachwuchsförderung im Leistungssport.
Wo sehen Sie die Grenzen der Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung, und unter welchen Bedingungen befürworten Sie die Entnahme einzelner Tiere? Wie sollte das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Tierwohl, Wolfsvorkommen und der Sicherung der Weidetierhaltung in Rheinland-Pfalz künftig politisch ausbalanciert werden?
An der Stelle müssen wir uns ehrlich machen und mit biologischem Sachverstand anerkennen, dass wir langfristig keine unreglementierten Wolfspopulationen im Westerwald haben können, ohne dauerhafte Übergriffe auf Weidetiere. Wölfe vermehren sich unter den gegebenen Umständen sehr schnell und streifen recht weit herum, insbesondere wenn die Populationen zukünftig anwachsen. Ohne regelmäßige Entnahmen wird es zwangsweise zu Konflikten führen. Zudem besteht die Gefahr, dass es bei einer zu großen Zahl von Wölfen zu dem vermehrten Kontakt mit den eigentlich sehr menschenscheuen Tieren kommt, insbesondere dann, wenn diese aus falsch verstandener Tierliebe angefüttert werden. Sollte es dann zu den eigentlich sonst nicht vorkommenden, seltenen Angriffen auf Menschen kommen, besteht die Gefahr, dass die Menschen grundsätzlich den Wald meiden oder eine Welle des Hasses gegen diese Tiere entsteht, was eine Integration im Ökosystem noch schwieriger machen würde.
Welche drei wirtschaftspolitischen Schwerpunkte wollen Sie in Rheinland-Pfalz setzen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, insbesondere im industriellen Mittelstand und bei Start-ups?
Zunächst einmal müssen wir sämtliche Dokumentations- und Berichtspflichten in Frage stellen. Hier geht es nicht nur um Vereinfachung und Digitalisierung, sondern um das komplette Streichen, auch wenn ein nicht unerheblicher Teil davon aus dem Bund oder der EU stammt. Betriebe dokumentieren schon aus Eigeninteresse Daten zur Effizienzsteigerung oder rechtlichen Absicherung. Dafür braucht es keine Vorgaben, wann, wie und wo das stattzufinden hat. Auch Vorgaben zur Regelmäßigkeit von Unterweisungen oder das pedantische Einhalten von kleinlichen Größenvorgaben von Räumen müssen endlich ein Ende finden. Wir müssen hier auch einfach mal auf das Verantwortungsbewusstsein von Fachbetrieben mit Fachpersonal vertrauen.
Als zweite Maßnahme müssen wir das Bauen deutlich vereinfachen und beschleunigen. Bauanträge müssen eine maximale Bearbeitungszeit haben, danach sind sie einfach genehmigt. Ausbauten sollten nur noch anzeigepflichtig sein, aber keinen eigenen Bauantrag benötigen. Baustandards müssen abgesenkt werden, beispielsweise bei Vorgaben zu Raumgrößen, zu verwendeter Dämmung oder überzogenen Schutzmaßnahmen. Im Bereich der Genehmigungen darf es keine widersprüchlichen Aussagen mehr geben. Wenn beispielsweise ein Brandschutzgutachten die Rechtmäßigkeit bescheinigt, dann hat das auch letzte Rechtsgültigkeit, ohne irgendwelche weiteren Zweifel zu haben.
Wir müssen die Digitalisierung und KI-Nutzung stärker in den Blick nehmen. Dazu zählt neben einem entsprechenden Ausbau der Netzinfrastruktur auch die Ausbildung des Nachwuchses. Rheinland-Pfalz kann und soll mit seinen Universitäten und Hochschulen die Ausbildungskapazitäten schaffen, damit wir zukünftig keinen Fachkräftemangel im Bereich Digitalisierung haben. Dazu müssen nicht nur klassische Studiengänge wie Informatik, sondern auch innovative wie Game-Design ihren Platz finden. Zusätzlich muss mit einem erfolgreichen Start des verpflichtenden Informatikunterrichts an Schulen die Grundlage gelegt werden. Aber auch die Weiterbildung muss entsprechend gefördert werden und letztlich brauchen wir eine digitale Bildungs-ID, die sämtliche Zeugnisse, Zertifikate und Fortbildungsbescheinigungen ein Leben lang sicher und unkompliziert sammelt und nach Bedarf bescheinigt.
Was ist Ihr Konzept, damit der Strukturwandel (Klimaschutz, Digitalisierung, Fachkräftemangel) nicht zulasten der ländlichen Räume geht?
Wir müssen einfach akzeptieren, dass Stadt-Konzepte, insbesondere Großstadt-Konzepte, auf dem Land so nicht funktionieren. Entsprechend brauchen wir eine gesetzliche Grundlage, die es ermöglicht, Konzepte auf dem Land anders als in der Mainzer Innenstadt umsetzen zu können. Die Gesetze müssen daher von Anfang an so geschrieben werden. Der ländliche Raum ist oft attraktiv für Familien mit Kindern und Menschen, die die Ruhe und Natur schätzen. Und gerade da, wo Wege besonders lang sind, braucht es besonders gute Straßen- und Internetqualität, damit man dort nicht abgehängt wird. Wenn wir unseren wirtschaftlichen Mittelstand mit den vielen ländlichen Familienbetrieben unterstützen, dann erhalten und schaffen wir auch Arbeitsplätze außerhalb der Ballungszentren.
Wie wollen Sie die Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz in den kommenden fünf Jahren gestalten – insbesondere mit Blick auf Unterrichtsqualität, Lehrkräftegewinnung, Inklusion, Digitalisierung der Schulen und Entlastung von Schülern und Lehrkräften?
Das rheinland-pfälzische Schulsystem hat viele Baustellen. Zunächst einmal brauchen wir viel mehr Verantwortung bei den Schulen selbst. Die ADD als Schulaufsichtsbehörde hat sich in den Jahren vor allem zu einer Verhinderungsinstitution entwickelt, welche mit maximaler Intransparenz ihre Aufgaben, die sie hat, leider oft mehr schlecht als recht ausführt. Die Lösung ist hier aber nicht, noch mehr Beamte für diese Behörde aus dem Lehramt herauszuziehen, sondern radikal zu kürzen. Die meisten Aufgaben der ADD können die Schulen deutlich besser lösen, beispielsweise das Personalmanagement, und alles andere könnte ruhig das Ministerium direkt übernehmen.
In den Schulen sollten wir die Übergänge zwischen den einzelnen Formen einfacher machen, indem wir beispielsweise an allen Schulen einheitlich Wahlpflichtfächer wie "Wirtschaft und Verwaltung" oder "Technik und Naturwissenschaften" einführen. Das vereinfacht nicht nur den Wechsel zwischen den Schulen, sondern stärkt auch die individuelle Förderung und Motivation, wenn sich Schüler schon früh auf die Dinge spezialisieren können, wo ihre Talente liegen.
Zur Entlastung der Lehrkräfte müssen endlich unterrichtsferne Aufgaben ausgelagert werden. Reiseplanungen für Klassenfahrten, Hof- und Busaufsichten, Anwesenheitskontrollen oder die Beaufsichtigung bei Betreuungsangeboten brauchen beispielsweise keine ausgebildeten Lehrkräfte, sondern können auch von Hilfskräften ausgeführt werden. Auch die Versorgung mit Schulsozialarbeitern, Schulpsychologen oder Schulrankenpflegern kann die Lehrkräfte deutlich entlasten, damit sich diese wieder auf den Unterricht konzentrieren können. Die Schul-IT muss dringend professionalisiert und wie in jedem Unternehmen von Fachleuten betreut werden. Solches Fachpersonal kann auch effektiv in Clustern der Schulträger organisiert werden, wenn einzelne Schulen zu klein sind. Des Weiteren brauchen wir eine 105-prozentige Versorgung mit Lehrkräften, damit, wie in jedem Betrieb auch, Personalausfälle wegen Krankheit, Fortbildung, Schwangerschaft, Klassenfahrt, und so weiter jederzeit aufgefangen werden können. Die Menge an Unterrichtsausfall wegen zu knapper Personalplanung darf es nicht weiter geben. Mit der Entlastung der Lehrkräfte wird es auch wieder attraktiver, in Vollzeit zu arbeiten oder diesen Beruf ganz grundsätzlich zu ergreifen. Ebenso steigt die Unterrichtsqualität, wenn mehr reale Zeit zur Vor- und Nachbereitung sowie effektive Unterrichtszeit bleibt.
Zudem müssen wir am Leistungsniveau arbeiten. Die Schulordnung muss dahingehend geändert werden, dass schlechte Leistungen nicht einfach umgangen werden können und Schulen nicht daran gehindert werden, ein Mindestniveau bei jeder Klassenarbeit einzufordern. Für die Abschlüsse der Berufsreife und der Realschule braucht es einheitliche Abschlussprüfungen in den Hauptfächern. Und die Grundschulempfehlungen sollten bei der Anmeldung an den weiterführenden Schulen nicht einfach ignoriert werden können. Wir tun uns keinen Gefallen, die Schüler zu über- oder unterfordern. Jeder braucht eine für sich selbst passende Leistungsanforderung und Förderung. Deshalb ist auch die weitere Existenz der Förderschulen unerlässlich.
Deutsch ist Unterrichtssprache und muss von jedem Schüler in der Klasse verstanden und gesprochen werden. Kindergartenkinder sollten schon deutlich vor der Einschulung einen Sprachstandstest durchlaufen und, falls nötig, entsprechende Förderung vor der Einschulung erhalten. Ältere Schüler müssen in Sprachklassen Intensivkurse besuchen, bis sie dem regulären Unterricht folgen können. Dazu braucht es zusätzliches Personal.
Die Digitalisierung muss auch in Schulen als alltägliches Werkzeug begriffen werden, das gilt insbesondere für die Nutzung von KI. Dazu braucht es qualitativ hochwertige Fortbildungen und eine ausreichende digitale Infrastruktur, von der Glasfaserleitung über Arbeitsgeräte bis zu passender Software.
Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:
Ich wollte mich politisch engagieren, insbesondere im Bildungsbereich. Und für mich kam nur die Partei infrage, die als einzige auf Eigenverantwortung und individuelle Verantwortung setzt. Wir haben schon genug staatsgläubige Parteien, die der Meinung sind, die Bürger müssten nur richtig geführt werden.
Worüber können Sie lachen?
Vor allem über mich selbst, aber grundsätzlich über alles. Lachen kann, darf und muss man über alles und jeden können - nicht zur Verspottung, sondern weil jeder und alles in eine absurde oder lustige Situation kommen kann. Es liegt aber an jedem selbst, sich zu überlegen, in welcher Situation oder wem gegenüber man sich zusammenreißen sollte. Denn nur, weil man selbst über etwas lachen kann, heißt das noch lange nicht, dass jeder in der Situation das auch so sieht. Da ist dann etwas Empathie gefragt.
Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?
Mich verärgert vor allem immer wieder das naive, unwissende oder absichtlich gelogene Geschwätz von Politikerkollegen, die den Menschen das Blaue vom Himmel versprechen, aber wissen, dass sie niemals dafür geradestehen müssen, weil sie eh nicht vorhaben, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Man kann nicht immer unbezahlbar teure Dinge versprechen, nur weil die Leute das gern hören wollen und man Angst hat, ehrlich mit ihnen darüber zu sprechen. Zur guten Politik gehört eben auch die unangenehme Wahrheit - nicht nur dann, wenn man sie nutzt, um über andere zu schimpfen.
Und noch mehr ärgert es mich, wenn man in der Politik Verschwörungstheorien oder wissenschaftsfeindliche Theorien immer weiter füttert, um die Menschen anzustacheln. Es ist schon schwer genug, komplexe Zusammenhänge politisch zu erklären. Es ist einfach unredlich, die Angst der Menschen auszunutzen, um sie politisch beeinflussen zu können.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?
Die gerade gewählte Ministerpräsidentin Daniela Schmitt ernennt Stefan Thoma zum neuen Bildungsminister in Rheinland-Pfalz
Was betrachten Sie als Ihre größte Fehleinschätzung bezogen auf Ihre eigene politische Arbeit und/oder Partei?
Noch am Abend vor der Invasion Russlands in die Ukraine sagte ich bei einer Sitzung, ich könnte mir nicht vorstellen, dass die Russen so blöd sein könnten, die Ukraine ernsthaft zu überfallen, und deshalb wäre jede Waffenlieferung über die damals verschickten Helme hinaus Verschwendung. Es sollte von da an keine acht Stunden dauern, bis ich eines Besseren belehrt wurde.
Deshalb sollten die Wähler mir ihre Stimme geben:
Dieses Land braucht eine liberale Stimme, die für Eigenverantwortung und individuelle Entscheidungen der Bürger kämpft. Der Staat kann eben nicht alles besser und er weiß auch nicht alles besser, wir müssen den einzelnen Menschen wieder zutrauen, dass sie selbst die besten Entscheidungen für ihr eigenes Leben treffen können. Vor allem in der Bildungspolitik möchte ich dafür kämpfen, dass das Leistungsprinzip wieder eine größere Rolle spielt und wir jedem seinen eigenen Weg ermöglichen, statt alle in ein Gemeinschaftssystem zu werfen, für das man dann den Schülern, Lehrern und Eltern den schwarzen Peter zuschiebt, wenn es immer weiter bergab geht.
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Kurzer Steckbrief
Wohnort: Wir leben hier in Steimel im Ortsteil Weroth.
Geburtsdatum: Ich bin am 13. Juli 1988 in Linz am Rhein geboren.
Familienstand: Ich lebe seit zwölf Jahren gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin.
Beruflicher Lebenslauf/Ausbildung: Ich ging in Melsbach zur Grundschule, in Neustadt (Wied) aufs Wiedtal-Gymnasium, wo ich mein Abitur machte, und studierte dann an der TU Kaiserslautern Biologie (Schwerpunkt Paläoökologie), Politikwissenschaft (Schwerpunkt Politische Theorie) und Bildungswissenschaft (Schwerpunkt Psychologie). Anschließend absolvierte ich das Referendariat für das Lehramt an Gymnasien am Studienseminar Altenkirchen und dem dortigen Westerwald-Gymnasium.
Nach der Tätigkeit am Westerwald-Gymnasium wechselte ich für elf Jahre zur RealschulePlus und Fachoberschule Traben-Trarbach mit dem Fachschwerpunkt Medizin und Psychologie, wo ich auch für drei Jahre die Oberstufenleitung übernahm. Ebenso unterrichtete ich mit einer Abordnung an der Berufsbildenden Schule für Technologie und Umwelt in Wittlich.
Politischer Werdegang: Ich bin im August 2017 in die FDP und den Kreisverband Bernkastel-Wittlich eingetreten. Bereits 2018 bin ich als Schriftführer im Kreisverband und Schatzmeister im Ortsverband Wittlich-Land dem örtlichen Parteivorstand beigetreten. Im Kreis war ich zudem im Kreisjugendhilfeausschuss tätig. 2023 wurde ich dann zum Kreisvorsitzenden gewählt. In der Landespartei bin ich Mitglied des Landesvorstands sowie Vorstandsmitglied im Landesfachausschuss Bildung und Vorsitzender des Landesfachausschusses für Umwelt, Bau und Stadtplanung. Im Bundesfachausschuss für Umwelt bin ich Sachverständiger für Klimaschutz.
Nach dem Tod von Justizminister Herbert Mertin bin ich im März 2025 als Landtagsabgeordneter nachgerückt und bin dort Sprecher für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung, Recht und Justiz sowie Medien und Digitalisierung; ebenfalls Mitglied des Petitionsausschusses und der Strafvollzugskommission. Seit dieser Zeit bin ich auch wieder in den Kreis Neuwied zurückgezogen und in den Kreisverband Neuwied gewechselt, wo ich im letzten Jahr zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt worden bin.
Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten: Ich bin Mitglied im Angel- und Naturschutzverein Neustadt/Wied, seit ich 13 Jahre alt bin. Das sind mittlerweile 24 Jahre. Zwischenzeitlich war ich auch Vorsitzender, bis ich beruflich in die Eifel umgezogen bin.
Hobbys: Paläontologie, Kochen, Gaming, Angeln
Drei Lieblingsorte im Wahlkreis: Ich bin schon seit meiner Kindheit immer wieder gern im Neuwieder Zoo, wo ich auch Mitglied des Fördervereins bin. Der Zoo und die Besuche dort sind sicherlich nicht ganz unschuldig daran, dass ich das Studium der Biologie absolviert habe.
Mit der Wald- und Wiesenlandschaft rund um Melsbach verbinde ich wunderbare Erinnerungen aus der Kindheit mit ganz viel Freiheit, Spaß und unbekümmertem Spielen in der Natur.
Als dritten Ort würde ich gern unser neues Zuhause in Weroth und den Hauptort Steimel nennen, wo wir uns nicht nur sehr schnell zu Hause gefühlt, sondern auch gut in der Nachbarschaft aufgenommen gefühlt haben.
Vorbilder: An erster Stelle sind meine Eltern für mich ein Vorbild - als Familie, als Menschen und auch in der Funktion als Eltern. Ich hätte mir keine bessere Familie ausmalen können, die mit einer Mischung aus Liebe, Wohlwollen, Strenge, Anspruch, Neugier, Offenheit und Freiheit den perfekten Nährboden für einen Start ins Leben gelegt hat.
Intellektuell sind die großen Wissenschaftler ein Vorbild, die eben nicht nur eine Fachrichtung bedient haben, sondern sich vielen Disziplinen und damit dem großen Ganzen gewidmet haben, wie beispielsweise Aristoteles, Leonardo da Vinci oder Alexander von Humboldt.
Politisch sehe ich Niccolo Machiavelli als ein Vorbild, weil er einer der ganz wenigen ist, die sowohl ein großer politischer Theoretiker als auch ein tatsächlich erfolgreich praktizierender Politiker war, der im Gegensatz zu seinem Ruf in der Öffentlichkeit ein zutiefst überzeugter Anhänger einer Republik war und Politik nicht als Spielfeld der Ideologien, sondern als pragmatische Aufgabe für einen Staat gesehen hat.
Kontaktdaten zur Veröffentlichung: E-Mail: stefan.thoma@fdp.landtag-rlp.de; Homepage: www.stefan-thoma.wahl.freie-demokraten.de; Instagram: stefan.thoma.fdp; TikTok: StefanThomaFDP
Eine kurze Übersicht aller Direktkandidierenden für den Kreis Neuwied finden Sie hier. (Red) |
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| Nachricht vom 19.02.2026 |
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