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Nachricht vom 13.02.2026
Rheinland-Pfalz
Karneval 2026 in Rheinland-Pfalz: Tierkostüme und Klassiker im Trend
Die närrische Zeit bringt auch 2026 wieder eine bunte Vielfalt an Kostümen auf die Straßen von Rheinland-Pfalz. Ob glitzernd, tierisch oder klassisch - die Auswahl ist groß und bietet für jeden Geschmack etwas. Doch welche Trends setzen sich dieses Jahr durch?
Weiberfastnacht in Rheinland-Pfalz. Foto: Florian Wiegand/dpaMainz/Koblenz/Pirmasens. Bunt, glitzernd oder ziemlich tierisch: Zum Höhepunkt der närrischen Zeit zeigt sich auf den Straßen in Rheinland-Pfalz eine bunte Kostümvielfalt. "In diesem Jahr ist es beim Blick auf die Straße sehr auffällig, dass es sehr viele Tierkostüme gibt", sagt Michael Bonewitz, Sprecher des Mainzer Carnevals-Vereins (MCV). Da sei fast alles dabei: Zebras und Frösche bis Marienkäfer.

Der Festartikelhändler Schlaudt aus Koblenz hat einen anderen Trend bemerkt. "Unerwartet hat sich in dieser Session der Klassiker Cowboy wieder durchgesetzt", sagte Brigitte Schlaudt. Weiterhin seien auch Paarkostüme beliebt "aus hochwertigen Materialien mit Glitzer und Pailletten oder Gobelindrucken". Kinder würden - ohne große Überraschungen - auch in diesem Jahr Prinzessinnen, Feen, Raumfahrer, Polizisten und Feuerwehrkräfte bevorzugen.

Der Kostümhändler Deiters macht unter den diesjährigen Trends nach eigenen Angaben alles rund um die Zirkuswelt, die Karnevalsmaus, maritime Kostüme und Glitzer aus. Überregional sei das Kaufverhalten relativ gleich, es gebe keine Themen, die in bestimmten Gebieten besonders stark vertreten sind, sagte ein Sprecher und ergänzte: "Gerade in unseren Filialen in Mülheim-Kährlich, Trier und ganz besonders in Mainz, merkt man, wie karnevals- und faschingsverrückt ganz Rheinland-Pfalz ist."

Auch im Großhandel Vabo in Pirmasens glitzert es. "Unsere Lieferanten haben in dieser Saison wunderschöne Paillettenjacken, Westen und Fracks auf den Markt gebracht", teilte Oliver Vafiadis mit. "Es handelt sich um einen neuen Paillettenstoff mit schön glitzernden Pailletten." Diese seien von den Kunden gerne angenommen worden.

Nachhaltig oder billig, billig, billig? Beim Kaufverhalten beobachtet der Händler zwei gegensätzliche Trends: "Es gibt Kunden, die auf Qualität und Nachhaltigkeit Wert legen und auch bereit sind, etwas mehr für ihre Kostüme auszugeben", sagte Vafiadis. "Wir arbeiten dazu auch mit Nähereien in Deutschland zusammen, die 'Made in Germany' anbieten können." Gleichzeitig sehe er auch einen Einkaufstrend, der sich hin zu chinesischen Shoppingportalen entwickelt. "Da zählt dann nur der 'billig-billig-billig'-Gedanke." In Europa ansässige Händler müssen Vafiadis zufolge für die Qualität, Beschaffenheit und Schadstofffreiheit gerade stehen - "der Kunde, der bei solchen fernöstlichen Plattformen kauft, setzt sich diesen Gefahren allerdings schutzlos aus".

Auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt, keine Billig-Kostüme zu kaufen, da die Kleidung Schadstoffe enthalten könnte. Generell sollten Kostüme vor dem Tragen gewaschen werden. Unangenehme Gerüche können demnach auf Lösemittel, Weichmacher oder andere Schadstoffe hindeuten.

Fragwürdige Kostüme vermeiden: Die Stadt Mainz gibt den Hinweis, auf Kostüme, die "in Zusammenhang mit Krieg und Terror gebracht werden könnten" zu verzichten. Das gelte auch für sogenannte Anscheinswaffen, die echten Waffen ähnlich sehen. (dpa/bearbeitet durch Red)
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