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Pressemitteilung vom 10.02.2026
Region
Kontroverse um Platanenfällung an der Geschwister-Scholl-Schule
In einer geplanten Umgestaltung des Schulhofs der Geschwister-Scholl-Schule sollen drei alte Platanen weichen. Die Stadt bezieht sich auf die Beteiligung von Schülern und Lehrern in der Planung, doch es gibt kritische Stimmen. Was steckt hinter den Plänen und welche Argumente werden vorgebracht?
Die Platanen auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Schule (Foto: Dr. Christoph Schossig)Neuwied. Die Stadt plant, im Zuge der Umgestaltung des Schulhofs der Geschwister-Scholl-Schule drei über 70 Jahre alte Platanen zu fällen. Diese Maßnahme soll dem Platzbedarf der Schule gerecht werden, da sie zur Ganztagsschule wird. In der Planung wurden die Wünsche von Grundschulkindern und Lehrern berücksichtigt, so die Stadtverwaltung. Trotz der geplanten Fällung verspricht die Stadt, bis zu zwölf neue Bäume zu pflanzen.

Nachteile der Platanenfällung
Kritiker argumentieren, dass junge Bäume lange brauchen, um die ökologische Leistung alter Bäume zu erreichen, und sie ebenfalls Platz beanspruchen. Die Stadt führt zudem gesundheitliche Gründe an, wie Allergien gegen Platanenpollen und Stolpergefahren durch Wurzeln. Auch die Gefahr von Astbrüchen bei alten Bäumen wird thematisiert. Allerdings sind bisher keine Vorfälle bekannt, die eine Fällung rechtfertigen würden.

Die Platanen tragen erheblich zur Sauerstoffproduktion und zur Verbesserung des Mikroklimas bei, bieten Schatten und Lebensraum für Tiere. Ihr Verlust könnte technische Beschattungsmaßnahmen am Schulgebäude erforderlich machen. Kritiker fragen, ob Klimamanager der Stadt in die Planung einbezogen wurden und wie Anwohner zu der Maßnahme stehen.

Die Bürgerinitiative "ich tu's e.V." fordert, alternative Planungen zu prüfen, die den Erhalt der Bäume berücksichtigen. Sie verweisen auf ein nahegelegenes Bauprojekt, bei dem Kastanienbäume erfolgreich in die Planung integriert wurden. Eine Lösung, die alle Interessen abwägt, sei notwendig. (PM/Red)
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