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| Pressemitteilung vom 07.02.2026 |
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| Politik |
| Brandbrief aus Neuwied sorgt für Debatte im Landtag Rheinland-Pfalz |
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| Ein Schreiben aus dem Rhein-Wied-Gymnasium hat eine landespolitische Diskussion ausgelöst. Die AfD-Fraktion griff die Inhalte parlamentarisch auf. Die Reaktionen darauf zeigen unterschiedliche Bewertungen des Vorgehens. |
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Neuwied. Ein Brandbrief des Rhein-Wied-Gymnasiums in Neuwied hat eine breite politische Debatte ausgelöst. Über das Schreiben berichtete die Rhein-Zeitung am 6. Februar 2026. Der Brandbrief wurde auch der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz zugeleitet und bildete einen Anlass für eine parlamentarische Befassung mit der aktuellen Bildungssituation.
Thematisierung im Landtag Rheinland-Pfalz
Am 29. Januar 2026 behandelte der Landtag Rheinland-Pfalz den Plenarantrag der AfD-Fraktion mit dem Titel "Leistungseinbruch jetzt auch an Gymnasien dokumentiert – Bildungswende notwendiger und dringender denn je" Drucksache 18/13976. In dem Antrag forderte die Fraktion unter anderem eine konsequente Förderung der Rechtschreibkompetenz, die Einführung einer verbindlichen Grundschulempfehlung nach bayerischem Vorbild sowie eine stärkere Gewichtung der deutschen Sprache vor dem Regelunterricht.
Nach Auffassung der AfD-Fraktion sollten Kinder und Jugendliche ohne ausreichende Deutschkenntnisse erst dann am Regelunterricht teilnehmen, wenn sie die deutsche Sprache hinreichend beherrschen. Nur so sei ein anspruchsvoller Unterricht für alle möglich.
Reaktionen aus dem schulischen Umfeld
Im Bericht der Rhein-Zeitung wird das Vorgehen der AfD-Fraktion von Seiten der Schulleitung des Rhein-Wied-Gymnasiums kritisch bewertet. Der Schulleiter und seine Kollegen äußerten, dass die politische Thematisierung dem eigentlichen Anliegen der Schule eher schade als nütze.
Dazu Dr. Jan Bollinger, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz:
„Wir haben den Plenarantrag nicht zuletzt deshalb auf die Tagesordnung gesetzt, weil im jüngsten IQB-Bildungstrend erhebliche Leistungseinbrüche an rheinland-pfälzischen Gymnasien festgestellt wurden.
Durch diese ernüchternden IQB-Ergebnisse ist offenkundig, dass das Rhein-Wied-Gymnasium in Neuwied kein Einzelfall ist, sondern vielmehr als Beispiel für die dramatische Entwicklung in unserem Schulsystem herangezogen werden kann. Der Brandbrief wurde uns ausdrücklich zugespielt. Hätten wir ihn wirklich ignorieren sollen? Es gehört zu einer guten Oppositionspolitik, dass man Missstände dort thematisiert, wo sie hingehören: im Parlament.
Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund, dass die Landesregierung die erschreckenden Tendenzen an unseren Schulen stets unter der Decke zu halten versucht. Ich möchte zudem betonen, dass der Brandbrief mehrere Forderungen enthält, die wir schon seit Jahren erheben.“ (PM/bearbeitet durch Red)
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| Pressemitteilung vom 07.02.2026 |
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