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Pressemitteilung vom 26.01.2026
Rheinland-Pfalz
Mainz: Rheinland-Pfälzischer CDU-Wahlkampf in Hessen sorgt erneut für Spott
Vor fünf Jahren sorgte ein Wahlkampfauftritt der CDU Rheinland-Pfalz in Hessen für Aufsehen. Nun gibt es eine neue Kontroverse um einen ähnlichen Termin.
Plakate zur Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz. (Foto: Andreas Arnold/dpa)Mainz. Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, plant unter dem Motto "Auf ein gutes Neues" einen Wahlkampfauftritt in Hessen. Unterstützt wird der Termin am 27. Januar von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (beide CDU) auf Schloss Johannisberg im Rheingau.

Die rheinland-pfälzische SPD-Landeschefin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bezeichnet das als "aberwitzig". Sie kritisiert: "Termine im Wahlkampf im Nachbarland machen - da kann auch nur die CDU Rheinland-Pfalz drauf kommen." Dies werfe Fragen zur Wahlkampffähigkeit und den geografischen Kenntnissen der CDU auf.

Isabell Rahms, die Mainzer Landtagskandidatin, tritt am 22. März gegen Innenminister Michael Ebling (SPD) und Integrationsministerin Katharina Binz (Grüne) an. Die CDU betont, dass der Termin nicht von der Partei organisiert wurde, sondern von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Hessen und der MIT Rheinland-Pfalz.

Schloss mit Blick auf Rheinland-Pfalz
Aufgrund der Fastnacht seien viele geeignete Räume in Mainz nicht verfügbar gewesen, weshalb man nach Hessen ausgewichen sei. Rund 450 Teilnehmer werden erwartet, und vom Schloss aus habe man direkten Blick auf Rheinland-Pfalz.

Bereits vor fünf Jahren hatte ein digitaler Parteitag der CDU, gesteuert aus Wiesbaden, für ähnliche Kritik gesorgt. Der damalige SPD-Landeschef Roger Lewentz nannte dies "fast schon unpatriotisches Verhalten" und fragte sich, ob die CDU ihre nächsten Veranstaltungen in Städten wie Gießen oder Fulda abhalten werde. Die CDU begründete den Schritt damals mit wirtschaftlichen Überlegungen.
(dpa/bearbeitet durch Red)
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