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Nachricht vom 23.01.2026
Kultur
Musikalische Vielfalt im Januar: Ein Rückblick auf die Kleinkunstbühne Neuwied
Im Januar erlebte das Junge Schlosstheater in Neuwied eine musikalische Bandbreite, die von unbekannten B-Seiten bis zu preisgekrönter Kleinkunst reichte. Vier Konzerte sorgten für Begeisterung und zeigten, dass die Bühne trotz ihrer begrenzten Kapazität ein Magnet für Künstler ist.
Corzilius, Dames & Hoff eröffneten das Jahr mit ihrem Neujahrskonzert bei der Kleinkunstbühne Neuwied. Foto: © Johannes HoffNeuwied. Im Januar präsentierte die Kleinkunstbühne Neuwied im Jungen Schlosstheater vier facettenreiche Musikveranstaltungen. Den Auftakt machte die Hausband Corzilius, Dames & Hoff (CDH) mit zwei Konzerten. Die Band ist bekannt für ihre Neuinterpretationen unbekannter Lieder von bekannten Künstlern, die sie mit dreistimmigem Satzgesang veredeln. Das Publikum belohnte die Musiker mit begeistertem Applaus und forderte mehrere Zugaben.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Marcel Adam, der nach über 40 Jahren Bühnenkarriere seinen Abschied ankündigte. Begleitet von Akkordeonist Christian di Fantauzzi bot Adam ein drei Stunden langes Programm mit Chansons auf Französisch, Deutsch und Mundart. "Der darf nicht aufhören, der muss wiederkommen!", äußerte sich ein Besucher begeistert.

Besonders stolz war die Kleinkunstbühne darauf, das Duo Simon & Jan begrüßen zu dürfen, das bereits den Deutschen Kleinkunstpreis gewonnen hat. Nach ihrem ersten Besuch vor neun Jahren kehrten sie nun zurück und boten ein Programm, das Sozialkritik mit humorvollen Elementen verband. Ihre Lieder wurden von einem Kritiker treffend als "ins Hirn zielend und ins Herz treffend" beschrieben.

Alle vier Veranstaltungen endeten mit stehenden Ovationen des Publikums, was die hohe Qualität der dargebotenen Musik unterstreicht. Die Kleinkunstbühne zeigt damit eindrucksvoll, wie vielfältig und erfolgreich Musik sein kann, wenn sie auf hohem Niveau präsentiert wird.

Weitere Informationen zum Programm und Karten sind auf der Webseite der Kleinkunstbühne Neuwied erhältlich. Im März werden Reinhard-Mey-Interpret Stefan Eichner und der Mathematiker Timm Sigg erwartet. Der gleichnamige gemeinnützige Verein, der die Bühne trägt, ermöglicht Interessierten, durch eine Mitgliedschaft außergewöhnliche Künstler nach Neuwied zu holen und jungen Talenten Auftrittsmöglichkeiten zu bieten. Red
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