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Nachricht vom 22.01.2026
Wirtschaft
Rofu Kinderland aus Rheinland-Pfalz meldet Insolvenz an
Der traditionsreiche Spielwarenhändler Rofu Kinderland aus Rheinland-Pfalz, unter anderem mit Filialen in Limburg und Mühlheim-Kärlich, steht vor einer finanziellen Herausforderung. Nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft sucht das Unternehmen nun nach einem Investor, um wieder auf Kurs zu kommen.
Insolvenz. Foto: Oliver Berg/dpaMainz. Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen mit rund 2.000 Mitarbeitern und mehr als 100 Filialen in sieben Bundesländern sieht sich mit starker Online-Konkurrenz und gestiegenen Kosten konfrontiert. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und wird von Beratern unterstützt. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet.

Der Betrieb in den Filialen, viele davon in Südwestdeutschland, sowie das Online-Geschäft sollen weiterlaufen. Die Gehälter der Beschäftigten sind für drei Monate durch Insolvenzgeld abgesichert. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hat das vorläufige Insolvenzverfahren bereits am Montag eingeleitet.

Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing von Pluta Management GmbH betont die Fortsetzung des Investorenprozesses: "Mit einem neuen Investor wollen wir das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen." Rofu Kinderland, mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach im Kreis Birkenfeld nahe der Grenze zum Saarland, verkauft seit über 40 Jahren Spielwaren wie Puzzles und Gesellschaftsspiele. Die Konsumzurückhaltung der Verbraucher und die Konkurrenz durch den Online-Handel belasten das Unternehmen schon länger. Im Dezember hatte Rofu Kinderland eine strategische Neuaufstellung angekündigt und die Geschäftsführung neu organisiert. (dpa/bearbeitet durch Red)

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