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| Nachricht vom 02.01.2026 |
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| Kultur |
| Jahrhundertealte Weinsegnung in der Abtei Rommersdorf |
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| In der ehemaligen Abtei Rommersdorf fand am 27. Dezember eine besondere Segensfeier statt. Die Prämonstratenser luden zur traditionellen Johannisweinsegnung ein und verbanden dabei alte Traditionen mit aktuellen Bezügen. |
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Neuwied. Mit der Segnung des Johannisweins am dritten Weihnachtstag stellten die Prämonstratenser die jahrhundertealte Geschichte der Abtei Rommersdorf in einen modernen Kontext. Der Segen gilt nicht nur Weinliebhabern, sondern allen, die sich in schwierigen Zeiten befinden. Der Weg der Trauben - vom Zerquetschen bis zum Reifen des Saftes zu einem hochwertigen Genussmittel - symbolisiert den Weg, den Jesus den Menschen anbietet: Trotz Mühen und Leid führt er zu Leben, Licht und Auferstehung. Der Zeitpunkt zwischen den Jahren eignet sich ideal für den Übergang in ein neues Jahr, was auch die zahlreichen Teilnehmenden bewegte, die mit gesegnetem Wein den Abteihügel verließen.
Die Tertiaren des Prämonstratenserordens, die in der Umgebung leben, haben diese Tradition erneuert. Sie geht auf den Schutzpatron der Abtei, den Evangelisten Johannes, zurück, dessen Segen über vergiftetem Wein ihm das Leben rettete. An diese Legende erinnert der "Johanneskelch" im Konventswappen, das im großen Speisesaal an der Decke zu sehen ist. Der Segen hat regionale Bedeutung, da die Abtei bis 1803 die katholische Seelsorge in Neuwied und Umgebung sowie in der Eifel und Wetzlar übernahm. Wein aus eigenen Weingärten spielte zudem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und religiösen Leben der Abtei. Musikalisch begleitet wurde die Feier von Trompetensolist Johannes Hachemer. Red |
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