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| Nachricht vom 30.11.2025 |
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| Kultur |
| Bücher im Kerzenschein - ein gemütlicher Adventsnachmittag mit Lesungen |
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| Benefiz-Kurzlesungen im gemütlichen Almkeller, begleitet von Pausen mit Kaffee, Tee und Keksen, luden ein zu einem genüsslichen Adventstreffen. Das literarische Quartett: Michaela Abresch aus Dierdorf, Marie Spohr aus Großmaischeid, Susanne Arnold aus Koblenz und Viola Marschall aus Steinefrenz stellte Ausschnitte aus seinen Büchern vor. |
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Dierdorf. Katja Ziegler, Inhaberin des Schreibwarengeschäfts „gifts & more“ hatte die kostenfreie Veranstaltung organisiert, eine Spendenschnecke sammelte Futter für das Rhein-Wied-Hospiz in Neuwied-Niederbieber.
Michaela Abresch, die wiederholt gefragt wurde, seit wann sie schreibe, antwortete darauf: „Seit ich lesen kann.“ Ihre Bücher sind Familiengeheimnis-Romane. Wenn Menschen jahrzehntelang Geheimnisse mit sich herumtragen, macht das etwas mit den Menschen und dem Familiengefüge. Abresch las den Anfang ihres Romans „Das Geheimnis von Dikholmen“, das auf verschiedenen Zeitebenen in den schwedischen Schären spielt. Der wichtigste Schatz der namenlosen Ich-Erzählerin ist ein Medaillon auf ihrer Haut. Sie verlässt 1960 heimlich ihre Familie, in dem Bestreben, ihre Kinder zu beschützen vor der eigenen Mutter. Sie rudert in einem Boot in eine kleine Bucht. Nachdem sie das Boot mit einer Axt zerstört hat, zieht sie durch den Wald und entdeckt in der Ferne eine Kate. Als ein Mann auftaucht, fällt sie in Ohnmacht…
Marie Spohr wurde von sehr besonderen Menschen zum Schreiben moderner Lyrik inspiriert. Sie las zunächst aus ihrem Erstlingswerk „Gedanken und andere Katastrophen“ den Text "Sei ein Lachs und keine Forelle… Denn ein Lachs schwimmt gegen den Strom." Danach trug sie aus ihrem neuen zweiten Buch „Gedankenfarben“ das poetische Gedicht „Bild von dir“ vor. Es verbalisiert das Gefühl, jemanden so sehr zu lieben, dass man das Bild der Person immer in sich trägt. „Armband“ dreht sich um Freundschaft, deren Wandel und Beständigkeit. Ein besonderes Gedicht ist „Parfüm“ als Symbol für das Zuhause, Wärme und Unterstützung.
Susanne Arnold las Passagen aus ihrem dritten Band, dem Weihnachtskrimi „Das Weiß der Eisblumen“. Obwohl sie Wohlfühlkrimis schreibt, wird in diesem Roman ein Mord angekündigt und zwar in Oak Hall in Rye. Die skurrilen Bewohner dieses Herrenhauses stellte Arnold anschaulich und theatralisch vor. Ihre zwei älteren Ermittlerinnen namens „Margret“ und „Elisabeth“, die unter einer fiktiven Adresse in einem Cottage im beschaulichen Rosefield in Kent wohnen, sind angetreten, um diesen Mord zu verhindern und ihren alten Schulfreund Ernest Bancroft zu beschützen…
Die vierte Lesung oblag Viola Marschall, die einiges aus dem eigenen Leben in ihre Frauen-Mutmacher-Romane einbaute. Sie lässt ihre Protagonisten gern an Orten ihrer eigenen Träume handeln. Im ersten Band „Viktoria bricht aus“ bricht die Hauptfigur tatsächlich aus ihrer Ehe aus und gelangt unter anderem nach Sankt Peter-Ording, Wien und New York. Bis ein Unfall sie bremst…
Im zweiten Band „Viktoria bricht auf“ beginnt die Hauptperson mit vierzig Jahren, endlich ihre Wünsche zu erfüllen. Sie beginnt ohne finanziellen Rückhalt ein Studium, geht auf Pilgertour und stellt schnell fest, dass ihr Aufbruch kein leichtes Unterfangen ist…
Vier Stunden lang wurden die Besucher der gemütlichen Adventsveranstaltung bestens unterhalten. Auf Fortsetzung darf man hoffen. htv
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| Nachricht vom 30.11.2025 |
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