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Pressemitteilung vom 29.08.2025
Wirtschaft
IHK-Sommerabend in Koblenz: Wirtschaft und Politik im Dialog
Am 28. August 2025 versammelten sich rund 700 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung des nördlichen Rheinland-Pfalz in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz. Der IHK-Sommerabend stand unter dem Motto "Markt der Begegnungen" und bot eine Plattform für Austausch und Diskussion.
IHK-LogoKoblenz. Nach der Sitzung der IHK-Vollversammlung lud die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz zum traditionellen Sommerabend der Wirtschaft ein. Ministerpräsident Alexander Schweitzer und IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing begrüßten die Gäste. In ihrer Rede betonte Szczesny-Oßing die Herausforderungen, vor denen viele Unternehmen stehen: "Unzufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik und ein zunehmender Vertrauensverlust in die Verantwortlichen prägen die Lage - all dies wirkt sich unmittelbar auf die Attraktivität unseres Wirtschaftsstandorts aus."

Szczesny-Oßing fordert tiefgreifende Strukturreformen
Die Präsidentin hob hervor, dass die Wirtschaft langfristige Strategien benötige, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Sie kritisierte die jüngsten politischen Entscheidungen in Rheinland-Pfalz, wie das Landeklimaschutzgesetz und die Novellierung des Bildungsfreistellungsgesetzes, als wenig wirtschaftsfreundlich. Auch auf Bundesebene vermisse man eine klare Linie: "Im angekündigten "Herbst der Reformen" müssen tiefgreifende Strukturreformen auf den Weg gebracht werden - und zwar nicht nur bei den Sozialversicherungssystemen."

Szczesny-Oßing forderte eine Politik, die den Wirtschaftsstandort fit für den globalen Wettbewerb mache. Sie appellierte an alle Anwesenden, die Chancen der Region zu nutzen: "Die Verantwortung tragen wir alle gemeinsam: Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Wir brauchen insgesamt eine neue Haltung."

Im Vorfeld des Sommerabends beschloss die IHK-Vollversammlung die Wahlordnung für die 2026 anstehende Wahl. Die Mitglieder diskutierten zudem über die Herausforderungen durch die veränderte Verteidigungspolitik und tauschten sich mit Oberst i. G. Andreas Schramm vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr aus. (PM/Red)
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