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Pressemitteilung vom 28.08.2025
Region
25 Jahre Notfallseelsorge im Kreis Neuwied: Ein unverzichtbarer Dienst
Seit einem Vierteljahrhundert leistet die Notfallseelsorge im Landkreis Neuwied wertvolle Unterstützung für Menschen in seelischen Krisen. Anlässlich des bevorstehenden Jubiläums würdigt Landrat Achim Hallerbach die Arbeit der Ehrenamtlichen und ruft zu weiterem Engagement auf.
Landrat Achim Hallerbach traf sich jetzt zum fachlichen Austausch im Kreishaus mit (von rechts) dem Ehrenamtskoordinator der Notfallseelsorge im Landkreis Neuwied, Hermann-Josef Schneider und den Notfallseelsorgerinnen Christel Krupp und Monika Kukla. Foto: Julia Hinz / Kreisverwaltung NeuwiedNeuwied. Die Notfallseelsorge im Landkreis Neuwied feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Dieser kirchliche Dienst bietet Beistand für Menschen, die durch plötzliche Todesfälle in eine seelische Notlage geraten sind. Im Vorfeld der für September geplanten Feierlichkeiten traf sich Landrat Achim Hallerbach mit Vertretern der Notfallseelsorge, darunter Hermann-Josef Schneider, Christel Kruppa und Monika Kukla, um deren Arbeit zu würdigen und über zukünftige Herausforderungen zu sprechen.

Christel Kruppa, die dienstälteste Ehrenamtliche, verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz, während Monika Kukla erst seit kurzem nach ihrer Pensionierung als Kinderkrankenschwester in der Notfallseelsorge tätig ist. "Menschen in akuten Notsituationen Beistand zu leisten, ist eine riesige Herausforderung, die enorme innere Stärke erfordert", betonte Landrat Hallerbach. Er lobte die Entwicklung der Initiative zu einer professionellen Institution, die aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sei.

Die Notfallseelsorge im Landkreis Neuwied ist Teil des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes und somit ein integraler Bestandteil des Notfallsystems. "Wir sind da, wenn jemand gebraucht wird", erklärte Hermann-Josef Schneider. Der Dienst ist rund um die Uhr einsatzbereit und deckt ein breites Spektrum von Großschadenslagen bis hin zu tragischen Einzelfällen ab. Die Zahl der Einsätze hat in den vergangenen Jahren zugenommen.

Monika Kukla erläuterte, dass die Notfallseelsorge oft direkt beim Überbringen einer Todesnachricht anwesend ist und auch länger vor Ort bleibt, wenn es nötig ist. Die Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei wurde kontinuierlich verbessert, was auch Christel Kruppa bestätigt. Sie hebt die Bedeutung des "mentalen Netzwerks" hervor, das sowohl Betroffene als auch Einsatzkräfte unterstützt. Trotz gesellschaftlicher Tendenzen zur Individualisierung sieht sie die Notwendigkeit, diesem Trend entgegenzuwirken.

Hermann-Josef Schneider hofft, dass die Aufmerksamkeit für die sensible Thematik wächst und neue ehrenamtliche Helfer gewonnen werden können. Interessierte können sich direkt bei ihm melden, um mehr über die Möglichkeiten des Engagements zu erfahren. PM/Red
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