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Nachricht vom 26.02.2023
Wirtschaft
Mehr Balance: Arbeitgebende müssen familienfreundlicher werden
Fachkräftemangel vs. Work-Life-Balance – Unternehmen sehen sich mit einer Transformation des Arbeitsmarktes konfrontiert. Mitarbeitende wünschen sich nicht nur mehr Freizeit, sondern auch mehr Wertschätzung und Familienfreundlichkeit. Mit den richtigen Handlungsschritten können Unternehmende diesen Spagat schaffen.
Foto Quelle: pixabay.com / <a href=https://pixabay.com/de/users/anrita1705-11109462/ target=_blank rel=nofollow>anrita1705</a>Flexible Arbeitszeitregelung bringt Entlastung für Arbeitnehmende
Häufig sehen sich Eltern mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert: Familie oder Beruf? Meist lautet die Antwort „Familie“, was für Arbeitgebende ernsthafte Konsequenzen haben kann: Fachkräftemangel.

Mit einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung können Eltern ihre Familie und den Beruf vereinen. In vielen Regionen macht eine angespannte Kita-Situation notwendig, dass Eltern ihren Nachwuchs nachmittags betreuen. Arbeitgebende, die dies ermöglichen und Gleitzeit anbieten, können sich einen Wettbewerbsvorteil am umkämpften Fachkräftemarkt verschaffen.

So stehen beispielsweise verschiedene Arbeitszeitmodelle zur Verfügung. Neben dem klassischen Vollzeit-Modell sind auch (temporäre) Teilzeit-Modelle sind denkbar und werden vor allem von jungen Eltern gern genutzt, um zunächst mehr Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen.

Häufig wünschen sich Arbeitnehmende mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung. Müssen Kinder beispielsweise früh etwas später in die Schule oder Kindertagesstätte gebracht werden, wird der Arbeitsbeginn ab 7:00 Uhr oder 8:00 Uhr häufig unmöglich. Mit Gleitzeit und einer fairen Kernarbeitszeitregelung machen sich Arbeitgebende deutlich attraktiver.

Auch beim Thema Urlaub gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Unternehmen. Zwar besteht ein gesetzlicher Mindestanspruch von 20 Urlaubstagen (bei einer 5-Tage-Woche), doch häufig werden viel mehr gewährt. 26 Tage, 30 Tage oder sogar 40 Tage Urlaub sind längst keine Seltenheit mehr. Auch Sonderregelungen wie ein Sabbatjahr kommen immer öfter zum Einsatz.

Wie gut dieses Konzept funktionieren kann, zeigt die primaholding GmbH durch ihre Auszeichnung als familienfreundlicher Arbeitgeber 2022/23. Das Unternehmen schätzt die Leistungen seiner Mitarbeitenden und möchte sie auch bei der Bewältigung ihrer täglichen Herausforderungen unterstützen. Ein nahezu sorgenfreier Kopf schafft mehr Freiraum für gute Arbeitsergebnisse. Mit flexiblen Arbeitszeiten, attraktiven Mitarbeitenden-Benefits, einem Frischekick durch gesunde Snacks am Arbeitsplatz und andere Goodies möchte der Anbieter für Produkte aus den Bereichen Energie und Telekommunikation für eine bessere Work-Life-Balance sorgen.

Großzügigkeit bei Kinderkrankentagen
Eltern stehen jährlich bis zu 30 Kinder-Krankentage zu, doch das reicht häufig gar nicht aus. Vor allem der jüngere Nachwuchs bis zwei Jahre ist besonders anfällig für Infekte und Co. Für Eltern eine belastende Situation: Einerseits sehen sie ihr Kind leiden und hadern dennoch, wie sie ihrer Arbeit gerecht werden. Zusätzlich läuft der Countdown rückwärts, denn es gibt nur 30 Tage.

Arbeitgebende können durch eine großzügige Regelung auch hier entlasten.

Mitarbeitende mitreden lassen
„Das wertvollste Potenzial sind gute Mitarbeitende“ – Hubert Burda führt seine Unternehmen bereits seit Jahrzehnten erfolgreich nach diesem Credo. Häufig bleiben wertvolle Feedback- und Innovationsquellen, die eigenen Arbeitnehmenden, von Firmen ungenutzt.

Die Beteiligung der eigenen Fachkräfte an Unternehmensentscheidungen oder die Ermutigung zu kritischen Äußerungen ist jedoch eine Win-win-Situation für alle: Arbeitnehmende erfahren Wertschätzung und Unternehmen können frühzeitig auf Unzufriedenheit reagieren. (prm)

Agentur Artikel
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