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Nachricht vom 13.12.2021
Region
Rengsdorf-Waldbreitbach: Preise für Wasser und Abwasser bleiben stabil
Die Werke der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach investieren im kommenden Jahr rund 6,3 Millionen Euro in ihre Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. „Die Sicherstellung der eigenen Wasserversorgung hat dabei oberste Priorität“, erklären Bürgermeister Hans-Werner Breithausen und Werkleiter Dirk Muscheid.
Neubau Trinkwasserpumpwerk Oberhonnefeld-Gierend. Foto: VG Rengsdorf-WaldbreitbachRengsdorf. Der Verbandsgemeinderat verabschiedete in seiner jüngsten Sitzung, nach Vorberatung im Werkausschuss, die Wirtschaftspläne für das Jahr 2022. Die zu bewirtschaftenden Gesamterträge und Aufwendungen im Erfolgsplan sowie die Einnahmen und Ausgaben im Vermögensplan der Werke summieren sich dabei auf insgesamt 38,8 Millionen Euro. Investieren wollen die Verbandsgemeindewerke prioritär in die eigene Wasserversorgung.

Derzeit werden aufwendige Baumaßnahmen an der Neuordnung der Trinkwasserversorgungsanlagen Quelle Gierend durchgeführt. Hier entsteht ein neues Pumpwerk, das die Rohwässer aufgrund der Höhenlage kostengünstiger zum Hochbehälter Oberhonnefeld-Gierend befördert. Die Maßnahme war auch notwendig, um das in die Jahre gekommene alte Pumpwerk an anderer Stelle zu ersetzen. Die Quelle Gierend dient der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung für die Einwohner der Ortsgemeinden Oberhonnefeld-Gierend, Oberraden und Straßenhaus.

Mit einer jährlichen Schüttungsmenge von rund 50.000 Kubikmeter Wasser, ist diese Anlage, die durch das gleichnamige Wasserschutzgebiet gesichert ist, eine der ertragreichsten Quellen im gesamten Versorgungsgebiet der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach. Die Investitionssumme beläuft sich auf insgesamt rund 500.000 Euro und wird wasserwirtschaftlich gefördert.

Ferner ist zur weiteren Sicherstellung der Wasserversorgung im nächsten Jahr noch der Ausbau einer Versuchsbohrung zum Trinkwasserbrunnen geplant. Aufgrund der trockenen Jahre 2018, 2019 und 2020, in denen die Schüttungsmengen der Quellen und Brunnen durch Spitzenabnahmen erheblich nachließen, ist eine Erschließung neuer Brunnen alternativlos, um auch bei ähnlichen Wetterphasen zukünftig die Versorgungssicherheit der Bevölkerung gewährleisten zu können.

Aus diesem Grund wurden bereits zwei neue Probebohrungen im Aubachtal und eine im Bereich des Embrichsbaches niedergebracht, die vierte Bohrung in der Gemarkung Thalhausen steht noch aus, soll aber mit Beginn des neuen Jahres Jahr umgesetzt werden. Die Kosten für die vier Versuchsbohrungen belaufen sich auf insgesamt etwa 250.000 Euro. Sollten anschließend alle Parameter der wasserwirtschaftlichen Betrachtungen passen, ist im nächsten Jahr geplant eine der Versuchsbohrungen zum neuen Brunnen auszubauen und für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung zu stellen. Veranschlagt sind hierfür ebenfalls Kosten in Höhe von 500.000 Euro.

Darüber hinaus wurde dem Werkausschuss bereits eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, die Gebiete für eine zukünftige Trinkwassergewinnung aufzeigt, um diese als Potenzialflächen im neuen Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach zu sichern.

Im dem nunmehr vorgelegten Wirtschaftsplan 2022 der Verbandsgemeindewerke Rengsdorf-Waldbreitbach werden für die Betriebszweige der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Investitionen in Höhe von insgesamt 6,3 Millionen veranschlagt. Umfangreiche Ausgaben werden dabei auch in die Erschließung neuer Baugebiete und die Erneuerung der Leitungsnetze und Abwassersammler fließen.

Die Verbandsgemeindewerke finanzieren die nicht gedeckten Investitionskosten unter anderem über Kreditneuaufnahmen und Förderdarlehen.

Die Erfolgspläne 2022 der einzelnen Betriebszweige stellen sich wie folgt dar:
- Wasserversorgung (Rengsdorf), geplanter Verlust 79.000 Euro
- Wasserversorgung (Waldbreitbach), geplanter Verlust 61.000 Euro
- Abwasserbeseitigung (Rengsdorf), geplanter Verlust 59.000 Euro
- Abwasserbeseitigung (Waldbreitbach), geplanter Gewinn 13.000 Euro

Die vorstehenden Verluste können über die vorhandenen Rücklagen abgedeckt und die Entgelte in 2022 stabil gehalten werden.

Die Verbandsgemeindewerke haben auch im Jahr 2022 weiterhin den Anspruch und das Ziel die Bürger über 24 Stunden am Tag mit sauberem Trinkwasser zu versorgen und das anfallende Schmutz- und Niederschlagswasser einer schadlosen Beseitigung zuzuführen und das nach wie vor zu moderaten Preisen.
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