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Nachricht vom 30.09.2021
Region
Corona im Kreis Neuwied: Inzidenzwert sinkt deutlich
Die Kreisverwaltung Neuwied meldet am Freitag, dem 1. Oktober 11 neue Corona-Infektionen im Kreis. Die Zahl der infizierten Menschen, die sich aktuell in Quarantäne befinden, sinkt weiter auf 188. Mehrheit der Intensivpatienten sind nicht vollständig geimpft.
Neuwied. Die Kreisverwaltung meldet am heutigen Freitag insgesamt 11 Neuinfektionen. Die Inzidenz laut RKI beträgt 38,2.

Der Kreis Neuwied befindet sich nach dem neuen Berechnungsmodell unverändert in der Warnstufe 1:
Inzidenz: 38,2 (=Stufe 1)
Hospitalisierung: 1,5 (= Stufe 1)
Intensivkapazität: 4,03 (= Stufe 1)

Mehrheit der Intensivpatienten nicht vollständig geimpft
Die Mehrheit der rheinland-pfälzischen Corona-Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen ist über 60 Jahre alt und nicht vollständig geimpft; Kinder unter 12 Jahren müssen dagegen nur selten wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Das geht aus dem COVID-19-Wochenbericht des Landesuntersuchungsamtes (LUA) hervor.

Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Wochenberichts ist die Abschätzung der Impfeffektivität. Dazu betrachten die Epidemiologen des LUA die Corona-Fälle des gesamten Jahres sowie der zurückliegenden acht Wochen dahingehend, ob Personen vollständig geimpft waren oder nicht. Ausgewertet werden diejenigen Fälle, bei denen Angaben zu Symptomen vorliegen, die hospitalisiert wurden, auf einer Intensivstation behandelt wurden oder verstorben sind. Für den gesamten Verlauf des Jahres 2021 zeigt sich, dass 97 Prozent der Menschen, die wegen einer COVID-19-Erkrankung auf einer Intensivstation behandelt werden mussten, nicht vollständig geimpft waren. Ebenso waren 95 Prozent der ursächlich an Corona Verstorbenen in Rheinland-Pfalz nicht vollständig geimpft.

Allerdings geht aus dem Wochenbericht auch hervor: Der Anteil der vollständig Geimpften an Intensivpatienten und Verstorbenen hat in den vergangenen acht Wochen zugenommen. In diesem Zeitraum waren 11 Prozent der Menschen mit einer COVID-19-Erkrankung auf einer Intensivstation vollständig geimpft (89 nicht vollständig geimpft) und 29 Prozent der ursächlich an Corona Verstorbenen vollständig geimpft (71 Prozent nicht vollständig geimpft). Diese vermehrten sogenannten Impfdurchbrüche werden insbesondere bei Personen im Alter von 70 Jahren und älter beobachtet.

Ein Grund für diese Entwicklung ist wahrscheinlich die Tatsache, dass das Immunsystem im Alter nicht mehr so leistungsfähig ist und weniger gut auf Impfungen anspricht. Das entspricht auch den Daten, die die Impfstoffhersteller bei den Zulassungsverfahren ihrer Wirkstoffe publiziert haben. Nicht zuletzt deshalb werden derzeit Auffrischimpfungen für ältere Personen diskutiert.

Die Empfehlung lautet daher: „Zum Schutz vulnerabler Gruppen wie den Hochbetagten sollten Regeln wie Abstand, Händehygiene, Maske und Lüften deshalb weiter beherzigt werden - auch trotz der fortschreitenden Impfkampagne.“

Die komplette FAQ-Liste sowie die 26. Covid-Verordnung des Landes finden Sie hier.

Eine Übersicht über die aktuellen Impftermine im Kreis Neuwied und der Stadt Neuwied finden Sie hier. (woti)

       
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