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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 28.06.2020    

Anstieg an Weiterbildungen während Corona

Ein Anstieg an Weiterbildungen während der Corona-Krise und der dazugehörigen Quarantäne ist signifikant. Viele wollten die Zeit zuhause für sich nutzen und haben sich für eine Weiterbildung entschieden. Das hat verschiedene Gründe, die nachstehend im Artikel beschrieben werden. Zusätzlich wird aufgezeigt, welche Personen oder sogar Berufsgruppen davon am meisten in Anspruch genommen und profitiert haben.

Fotoquelle: pixabay.com

Gründe für eine Weiterbildung während der Corona-Krise
Im Prinzip lassen sich im Wesentlichen folgende Personengruppen differenzieren, die eine Weiterbildung angefangen, an ihr teilgenommen oder sie initiierte haben.

1. Aus eigenem Interesse und Motivation
Diese Gruppe besteht aus Personen, die sich auf Grund ihres persönlichen Interesses für eine Weiterbildung entschieden haben. Sie nutzen die mehr gewonnene Zeit, um endlich eine Weiterbildung zu machen, die sie schon immer machen wollten. Zuvor hatte es meist aus zeitlichen Gründen nicht geklappt. Nun bekamen sie auf Grund des erhöhten Aufenthalts zu Hause mehr Zeit, welche alleine durch den Anfahrtsweg zur Arbeit und gelegentlichen Überzeiten eingespart wurde. Diese nutzen sie zu einer persönlichen Weiterbildung.

2. Angst vor Arbeitsplatzverlust und Steigerung der Konkurrenzfähigkeit
Da während der Corona-Krise auch besorgniserregende Meldungen in fast allen Bereichen auftraten, dass Stellen abgebaut werden sollten, erhöhte sich gleichzeitig die Angst der Arbeitnehmer. Eine latente Befürchtung machte die Runde, dass sie selbst zu denjenigen gehören könnte, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Die einen reagierten gar nicht auf diese Meldungen. Die anderen versuchten hingegen das Beste daraus zu machen und strebten eine Art „Flucht nach vorne“ an. Darunter zählen Weiterbildungen, die sie zu einem Abschluss führen und sie somit für den eigenen aber auch einen möglichen neuen Arbeitgeber attraktiver machen. Diese machen sie gleichzeitig konkurrenzfähiger gegenüber möglichen Mitstreitern auf dem Arbeitsmarkt. Die Tendenz zeichnete sich bei diesem Ansinnen ab, dass die Teilnehmer genau geprüft haben, welche Weiterbildungen für dieses Ansinnen besonders hilfreich sind. Das bedeutet, dass sie Signale vom eigenen Arbeitgeber und anderen aufgenommen haben, um sich schließlich für die jeweilige Weiterbildung einzuschreiben, die sie möglichst weiter nach vorne bringt.

3. Der Arbeitgeber bietet es selbst an
Ist ein Unternehmen am Puls der Zeit und sehr innovativ, wird es immer die misslichen Umstände in der Form nutzen, dass sie möglichst das Beste daraus macht. Es gab viele Informationen während der Krise, die beispielsweise ihre Produktionen auf Schutzmasken, Beatmungsgeräte oder Desinfektionsmittel umgestellt oder für diese Produkte beigetragen haben. Für diejenigen Unternehmen, die nicht produzierend sind oder solche Möglichkeiten hatten, ergaben sich aber andere Möglichkeiten. Dazu gehört beispielsweise das Qualifizierungschancengesetz. Es ist eine Chance für Unternehmen, Weiterbildungen anzubieten, ohne das große Eigenkosten entstehen. Denn je nach Unternehmensgröße wird ein Zuschuss oder eine Komplettübernahme der Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter vom Gesetzgeber übernommen. Kleine Unternehmen profitieren davon insbesondere. Wenn der Arbeitgeber nun auf dieser Basis eine Weiterbildung anbietet, sollten die Mitarbeiter diese gerne mitmachen und als Lob für sie aufnehmen. Denn der Arbeitgeber versichert dabei latent, dass er weiterhin auf sie zählt und ihnen somit eine Jobgarantie bietet. Zudem bilden sich die Mitarbeiter für Arbeitsbereiche aus, damit sie in diesen effektiver und schneller sein können. Das Erlernen am direkten Arbeitsplatz ist oftmals gestört und eher verlangsamt, als wenn der Mitarbeiter eine dafür vorgesehene Weiterbildungszeit bekommt.

4. Permanentes Lernen als Arbeitsaufgabe verstehen
Schließlich ist das permanente Lernen eine aktuelle Gegebenheit, die nicht wegzudiskutieren ist. Es wird in Fachkreisen oftmals hochgehalten, welches bereits in dem Firmenalltag angekommen ist oder sich gegenseitig sogar anfacht. Deswegen sollten die Mitarbeiter es in dem Sinne mittragen, stets den Veränderungen offen gegenüber zu stehen und sie durch ihre persönlichen Weiterbildungen mitzutragen. Tun sie das hingegen nicht, können ihre bisherigen Fähigkeiten künftig antiquiert und eben nicht mehr ausreichend sein. Besonders in der Produktion, Programmierung bis zur Industrie 4.0 ist dieser permanente Lernprozess zu beobachten. Es muss nicht mehr weiter ausgeführt werden, was dies dann tatsächlich für einen selbst und auch gegenüber dem Arbeitgeber bedeuten könnte.
Diese Tendenz haben nun auch sehr viele Arbeitgeber während der Quarantäne genutzt, um die Mitarbeiter in der reduzierten Auftragslage parallel sinnvoll zu beschäftigen und auf diesen genannten Trend vorzubereiten. So kamen viele Mitarbeiter in den Genuss von Weiterbildungen, die zuvor noch zögerlich bewilligt wurden. Denn vor der Krise war noch kaum Zeit vorhanden, sich zu den Themen Digitalisierungen weiterzubilden.

5. Freigesetzte Mitarbeiter
Leider kam es dennoch vor, dass Mitarbeiter frei gesetzte wurden. Sie mussten sich schließlich umschauen und die Zeit nun nutzen. Denn der Arbeitsmarkt war auf einmal verschlossen und Vorstellungsgespräche wurden nach vorne nach der Quarantäne verschoben.
Es gab auch andere, die eigentlich nicht zu der Gruppe der Berufserfahrenen gehörten, jedoch aus ähnlichen Gründen eine Weiterbildung anfingen und deswegen hierzu gezählt werden können. Das waren die Ausbildungs- und Studienabgänger. Sie hatten auf einmal schlechtere Bedingungen, einen ersten Arbeitsplatz zu bekommen. Einige von ihnen machten deswegen eine Weiterbildung, damit keine größere Lücke im Lebenslauf nach dem erfolgreichen Abschluss entstand. So wurden solche Weiterbildungen genutzt, die thematisch eine Ergänzung zu der absolvierten Ausbildung oder Studium waren.

Möglichkeiten für Weiterbildungen
Die Möglichkeiten für Weiterbildungen sind groß. Sie kommen zum einen als Ergänzung zum ausführenden Job hinzu, sodass eigentlich von einer Fortbildung gesprochen werden kann. Darunter zählen beispielsweise Fortbildungen für das ERP-System SAP. Weiterbildungen können aber auch bis zu einem MBA (Master of Businessadministration) reichen, der den bisherigen Abschluss ergänzt und sogar einen höherwertigeren Abschluss darstellt. Diese Möglichkeit ist sehr wichtig, wenn die Mitarbeiter weiter Karriere machen möchten und bisher eher ein natur- oder sozialwissenschaftliches Studium als Grundlage haben. Die wirtschaftlichen Aspekte werden bei solch einem MBA perfekt ergänzt.

Fazit zu Quarantäne und Weiterbildungen
Die Quarantäne ist nun mittlerweile stark rückläufig. Es bleibt allerdings bezüglich der Weiterbildungen ein guter Beigeschmack im Mund. Denn Mitarbeiter und Unternehmen haben größtenteils positiv die Zeit im Homeoffice für Weiterbildungen genutzt. So kann eine Krise auch Chancen mit sich bringen. Letztendlich liefen begünstigend mehrere Interessen zusammen. Es waren die eigenen Mitarbeiter- und auch Unternehmensinteressen, die sich nun überschnitten haben. Die Synergie während der Quarantäne war also groß, sodass sich diese Interessen oftmals verbinden ließen. (prm)



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